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05.12.2011 | Nachrichten Navigator

Zukunft | Fast alt – fast neu

Die Vermittlungsrealität unterliegt wie das gesamte Hier und Jetzt den Erfordernissen des Morgen. Ausnahmen in punkto Zukunft gelten bekanntlich ja nur für diejenigen, die sie nicht bestreiten können. Zwei wichtige Punkte sind daher in den Fokus verschiedener Medien gerutscht. Der eine wagt eine Prognose hinsichtlich des bisher beschlossenen Teils der Novellierung des „Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagevermittler- und Vermögensanlagerechts“ – Stichwort: Stornohaftung/Provisionsregelung der PKV zum 01.04.2012, der andere Punkt verhandelt die Perspektiven älterer Vermittler und FDLs im Zuge des demographischen Wandels respektive Ansprüchen und Wünschen des älter werdenden Teils der Bevölkerung und der Vermittlung.

  1. Prognose - fast neu -

Beschlossen ist beschlossen. Klappe zu! Und endlich Ruhe? Nicht so richtig. Die gesetzlich durchgewunkene Neuregelung bringt auch nach ihrem Beschluss keine wirkliche Ruhe in die Diskussion. Befürworter sprechen von einem großen Schritt in die richtige Richtung, Gegner kritisieren den Eingriff in das freie Unternehmertum und einen nicht sachgemäßen Eingriff in die Realität hinsichtlich optimaler Produktvermittlung gegenüber den Verbrauchern. Andere Zeiten, bessere Produkte – so könnte das Argument für einen Wechsel der abgeschlossen Verträge lauten. Zumal viele Beobachter davon ausgehen, dass das neue Gesetz durch gesetzlich nicht berücksichtigte Schlupflöcher umgangen oder gestreckt werden könnte- Als Beispiel wird hierfür die Änderung der Provisionsdeckelung auf eine hohe Rate zu Beginn und kleine Raten in der Folge genannt. Auch eine Diskussion um grundsätzlich laufende Provisionen steht nach wie vor im Raum. Fazit: Eigentlich alles bei Alten, alles wird wie neu sein. Die Diskussionen werden weitergehen.

  1. Perspektive – fast alt –

Die Bevölkerung tendiert heute dazu, immer älter zu werden. Schön. Aber mit gestiegenem Alter ändern sich die Ansprüche und Ängste der Menschen komplementär zu den sich rasch verändernden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergründen. Ob Pflegeversicherung, modern angepasste Altervorsorge und Lebensversicherungen – die Leistungen müssen in vielen Fällen neu bestimmt werden. Gleichzeitig vollzieht die Branche einer Verjüngungskur, die der ökonomischen Entwicklung geschuldet ist. Das allseits bekannte Wirtschaftsphänomen: Weniger und jüngere Arbeitnehmer (eben auch Vermittler) für quantitativ mehr Arbeit - somit Gewinn. 

Ältere Menschen lassen sich nach ihrem erfolgreichen und langen jedoch eher ungern von Menschen über ihre noch verbleibende, sichere Zukunft für sich und ihre Kinder und Enkel von Menschen, die noch „grün hinter den Ohren sind“ Empfehlungen geben. Eine Chance für die älteren Makler und Vermittler, die aus eben dieser Warte der Lebenserfahrung und einer gewissen Gelassenheit gegenüber der nahenden – für manche gar drohenden – Zukunft heraus, einen großen gemeinsamen Nenner bei einer Beratung finden können. Ein vermeintlich „altes“ Eisen, das heiß geschmiedet werden kann.

Weitere Hintergründe finden Sie auf der Web-Präsenz der Financial Times Deutschland

 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.