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02.10.2014 | Zeitvertrieb & Spass

Zeitkultur | Die Unterlassungsfrage (3/4)

Das kleine Finale unserer Serie über die historische Entwicklung hinsichtlich Kundenaufmerksamkeitsgewinnung von früher bis heute. Waren wir im vorherigen Teil noch einmal tief in die gute, alte Geschichte der Bundesrepublik und der ihr innewohnenden sozialen Strukturen eingetaucht, beschäftigen wir uns nunmehr im letzten Teil unserer kleinen Serie wieder mit der Gegenwart. Die Zeiten des Bombasts scheinen bei den wirklich Kreativen so passé zu sein, wie die (in der letzten Folge schön anzuschauenden und aus heutiger Sicht) verkrusteten Verhältnisse aus den 50er bis 70er Jahren.

Das Motto: "Weniger ist mehr", war wohl in keiner Zeit so ausgeprägt wie in der heutigen. Der Grund für den Wandel, weg von überdimensionierten, bunt-kitschigen und billig-aggressiven Kampagnen hin zu subtileren Formen, die den potenziellen Kunden nicht einfach Produkte anpreist, sondern diese in staunende Betrachtung mit Augenzwinkern versetzen möchte ist dabei eigentlich leicht zu finden: In Zeiten der "Geiz ist Geil"-Schrei-Slogans (aus spezifisch, naheliegenden Gründen scheint die Werbung eines Elektromarkts auch in der ausgestrahlten Lautstärke immer ein paar Dezibel mehr auf dem Buckel zu haben als die Konkurrenten im TV, was bei vielen Adressaten nicht den Nerv trifft, der eigentlich wohl getroffen werden sollte), kommen andere Konzepte zum Tragen, die den Adressaten viel mehr in die Decodierung mit einbeziehen - ihn sozusagen mündig für die Message machen, indem sie ihn zum Teil der Idee werden lassen. Vor allem durch den Verzicht - die Unterlassung - wird so die Aufmerksamkeit erregt.

Und dann: Innovation als Mainstream? Wir werden sehen (und vielleicht auch ein wenig hoffen).

Die Beispiele sind vielleicht nicht dazu geeignet lauthals loszulachen, sind aber verdammt gute Ideen...

Das Nutzen, aufdecken und bloßstellen bisher versteckter und vorhandener Werbestrukturen transportiert die Botschaft passend und ungewöhnlich:

 

Die Nutzung der natürlichen Umgebung veranlasst zum Verweilen und betrachten der Kampagne:

 

Kleiner Aufwand für den großen Werbeeffekt. Einfache Bildmittel und wenig Text spornen die Assoziationsfähigkeiten der Menschen an und lassen die Menschen durch diese selbst partizipieren:

 

Bildquelle: artandads.com

 

 

 

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