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09.02.2010 | Nachrichten Navigator

Wie Web 2.0 die Finanzbranche verändert

Mit Web 2.0 funktioniert Business im Internet anders. Viele denken, das sei eine Spielwiese für Internet-Freaks. Doch Web 2.0 ist längst den Kinderschuhen entwachsen. Twitter, soziale Netzwerke wie Xing, Blogs, Bewertungsportale und Videos mit Produkterklärungen sind im Business angekommen. Doch wie nutzt die eher traditionelle Finanzbranche die innovativen Möglichkeiten mit Web 2.0 neues Geschäft zu machen? Das Buch „Web 2.0 in der Finanzbranche “ von Stefan Raake und Claudia Hilker untersucht, wie Banken, Versicherer und Finanzdienstleister Web 2.0 für ihr Business nutzen können.

Warum Web 2.0 auch „Mitmach-Web“ heißt

Web 2.0 basiert auf einer nahezu revolutionären Entwicklung des Internets seit einigen Jahren. Seit dem ist „User Generated Content“ in aller Munde: Inhalte, die von den Benutzern bereit gestellt werden. Dies macht aus dem bisher passiven und konsumorientierten Web eine Plattform zur aktiven Teilnahme. „Web 2.0“ wird deshalb auch als „Mitmach-Web“ bezeichnet.

Multimedia und Interaktion beleben Websites

Die Autoren Hilker und Raake resümieren: „Im Web 2.0 geht es weniger um neue Tools, sondern vielmehr um eine neue Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Es geht es um Mitmachen, Zuhören und Austausch. Internet-Nutzer wollen nicht nur konsumieren, sie wollen das Geschehen aktiv gestalten: sie reden mit, bewerten, kommunizieren und kommentieren“. Deshalb müssen die Website-Angebote wachsen. Blogs, RSS-Feeds, Podcast, Webvideos und Bewertungsportale halten Einzug in Finanzgeschäfte. Textwüsten sind out. Das multimediale Erleben steht für die Nutzer im Vordergrund.

Der offene Austausch wird vermieden

Einige Finanzdienstleister setzen bereits die neuen Web-2.0-Möglichkeiten ein, auch wenn  branchengemäß noch eine dezente Zurückhaltung zu spüren ist, wenn es um die Interaktion mit Internet-Nutzern geht. Dennoch arbeiten einige bereits mit vertonten Websites, Webvideos für Vertrieb und Kunden. Podcasts, Blogs, Foren und Wikis werden eher im Intranet eingesetzt.

Web 2.0 zur Vertriebsförderung

Swiss Life unterstützt beispielsweise Makler durch Videos. Der Versicherer bietet Podcasts mit Fachinformationen für Makler zu verschiedensten Themen an. Das Motto lautet: „Vertriebs-Tipps sehen und hören": www.swisslife-weboffice.de. Der Download ermöglicht, die Beiträge auf einem mp3-Player oder einem Handy abzuspielen. Die Gothaer hat ebenfalls ein Filmformat eingeführt. GoTV richtet sich ebenfalls vorwiegend an den Vertrieb: www.makler.gothaer.de. 

Die Online-Reputation wird immer wichtiger

Who Finance (www.whofinance.de) ist eine Bewertungsplattform, auf der Kunden ihre Finanzberater bewerten. Ein internes Qualitätssystem sichert die Authentizität und Glaubwürdigkeit der Bewertungen. Basierend auf den Empfehlungen können Interessenten dann ihren Finanzberater vor Ort finden. Deshalb ist es wichtig, auf den eigenen Ruf zu achten. Bekanntlich geben unzufriedene Kunden ihre Erfahrungen zehnmal weiter. Und per Internet wächst deren Wirkung exponentiell.

„Web 2.0 in der Finanzbranche: Die neue Macht des Kunden“

Das Buch von Stefan Raake und Claudia Hilker bietet einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten von Web 2.0 in der Finanzdienstleistung und zeigt anhand von vielfältigen Praxisbeispielen und Erfahrungsberichten, was bereits in der Branche funktioniert und was nicht. Dieses Buch richtet sich an alle Finanzdienstleister, die die neuen Chancen nutzen wollen: an Fach- und Führungskräfte aus Banken, Versicherungen, Sparkassen, an alle Vertriebspartner der Branche, an Finanzvertriebe, Verbände und Vereine. Das Öffnet externen Link in neuem FensterBuch ist im Januar 2010 im Gabler Verlag erschienen und kostet 39,95 Euro.

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