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09.12.2014 | Life Guide | Sein & Haben

Wein richtig präsentieren und genießen | Warum auch das Glas entscheidet!

Viele Weinliebhaber machen sich größte Gedanken, über die Lagerung ihrer Weine, über die richtige Trinktemperatur, welchen Wein zu welchem Gericht und dann schütten sie alle Weine in ein und dasselbe Glas, welches vielleicht ein wunderschönes Design hat, oder Goldrand oder noch aus der Aussteuer von Tante Trude stammt und großen sentimentalen Wert besitzt.

Jedoch: Im falschen Glas präsentiert, schmecken Weine bestenfalls flach oder gar nicht, schlimmstenfalls schlecht.

Die Erklärung ist ganz einfach: Auf der menschlichen Zunge sind die Rezeptoren für süß, sauer, salzig, bitter auf verschiedenen Stellen angeordnet, und so ist es wichtig, dass die entsprechenden Aromen des Weines auch per Physik des Glases mit genau diesen Rezeptoren in Verbindung gebracht werden. Ein Süßwein, der auf die Salzig-Rezeptoren trifft, wird nichtssagend schmecken, weil diese keinen entsprechenden Geschmack finden, den sie dem Gehirn melden können und die Süß-Rezeptoren, die nur am Rande gestreift werden, melden auch nur eine schwache Süße.
Und - egal wie hoch die Gläser sind, sie werden nur zu etwa 3 Fingerbreit gefüllt, der restliche Raum soll die Aromen zusammenhalten, denn mit der Nase werden die meisten Aromen zuerst wahrgenommen und nur, was vorher gerochen wurde, wird auch später im Mund richtig geschmeckt.

Zur Mindestausstattung sollten daher folgende Gläser gehören:

  1. ein tulpenförmiges hohes Bordeauxglas, welches die Röst- und Bitteraromen weit hinten auf die Zunge befördert, für Bordeaux, sehr reife Chianti 
  2. ein kleineres etwas runderes Rotweinglas für Burgunder, deutsche Rotweine und spanische Alltagsweine
  3. in kleines schlankes Glas für alle Weissweine
  4. eine Champagnerflöte für Champagner, Sekt und Schaumweine
  5. ein kleines Glas, wie eine Champagnerflöte geformt für Sherrys und Portweine, kann auch für Dessertweine genommen werden.

Zur Verdeutlichung empfehle ich Ihnen ein ganz einfaches Experiment: Nehmen Sie einen Wein, den Sie schon oft getrunken haben und füllen Sie ihn in vier oder fünf unterschiedliche Gläser, z.B. einen halbtrockenen Riesling einmal in ein Wasserglas, in ein Weißweinglas, in ein spezielles Rieslingglas (wofern vorhanden), in ein Rotweinglas und in eine Champagnerflöte. Trinken Sie den Wein aus allen Gläsern, zwischen den unterschiedlichen Gläsern neutralisieren Sie ihre Zunge mit Weißbrot und Wasser wie bei einer Weinprobe. Sie werden erstaunt sein, welche Unterschiede Sie schmecken und welche ungeahnten Dimensionen Ihr bekannter Wein aufweist. Vielleicht trinken Sie ihn von nun an immer aus dem Bordeauxglas, weil es Ihnen just so am besten gefällt ;o).
Die empfohlenen Trinktemperaturen sind sicher allgemein bekannt und werden deshalb nur ganz kurz erklärt: Grosse reife Rotweine (Bordeaux, Baroli, Burgunder, Hermitage usw.) bei 18°, jüngere leichtere Rotweine bei 16°-17°.
Schwere barriquegereifte Weißweine bei 12°, manchmal kann es auch ruhig ein Grad mehr sein, einfache Weißweine bei 8° - 10°, Süßweine, Schaumweine und Champagner bei 6°, alte Sauternes bei 10 - 12°.
Dass die Temperierempfehlung "Zimmertemperatur" aus einer Zeit stammt, in denen ein Zimmer im Höchstfall 18° warm wurden, hat sich inzwischen wohl herumgesprochen.

Quelle: chefkoch.de

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