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18.07.2011 | News spezial

Vorschläge | Germany 10 Points

Das Verbraucherschutzministerium um Ilse Aigner hat unlängst neue Vorschläge zur Neuregelung der im Vorfeld stark kritisierten, da undurchsichtigen Honorarberatung veröffentlicht.

Die Ansätze für eine gesetzliche Änderung, zum Zwecke der besseren Unterscheidung und als qualitativ hochwertige Alternative zur Provisionsberatung, wurden in 10 thesenartigen Punkten zusammengefasst. Die bisherigen Entwürfe zur Honorarberatung in aller Kürze:

  1. Neben dem bereits bekannten Versicherungsberater und dem geregelten Darlehensvermittler, soll nun auch die Position eines Darlehensberaters (inklusive Dokumentationspflicht) gesetzlich eingeführt und geregelt werden. Bei Geldanlagen soll der Posten des Anlageberaters neu geschaffen und geregelt, sowie bei einer umfassenden Beratung aus allen drei Bereichen, der Finanzberater als Bezeichnung, eingesetzt werden.
  2. Umfassende und gesetzlich geregelte Qualifikationen und Weiterbildungen sollen für alle drei Segmente verbindlich für die Berater werden.
  3. Die Berater müssen einen breit gestreuten und umfassenden Gesamtüberblick über die angebotenen Marktprodukte besitzen.
  4. Die Berater müssen in der Lage sein, die von ihnen vorgestellten Produkte, auch direkt an den Kunden zu vermitteln und nicht nur die Informationen zu den jeweiligen Produkten.
  5. Die Berater dürfen nur und ausschließlich direkt von dem jeweiligen Kunden vergütet werden.
  6. Keine Verstrickungen zwischen Berater und Produktanbieter: Sollte ein Berater (oder eine Bank) mit Provisionsmodellen und Honorarberatung arbeiten, müssen gesonderte Geschäftsbereiche bzw. Tochterunternehmen zur Wahrung der Unabhängigkeit gegründet werden.
  7. Neuregelung der Provisions- bzw. Rückvergütung: Zur Auswahl steht die direkte Durchleitung der Provision an den Kunden oder eine einheitliche Regelung der Nettotarife der Produktanbieter.
  8. Den Beratern, die vom Provisionsmodell auf Honorarberatung umsteigen wollen, sollen nach bisherigen Plänen durch eine einheitliche Übergangsregelung für eine begrenzte Zeit der Umstieg erleichtert werden.
  9. Eine weitere Neuregelung der Aufsichtsfrage – Status Quo: Versicherungs- und Darlehensberater bleiben weiterhin unter der Aufsicht der Gewerbebehörden, während Anlageberater und Finanzberater durch die BaFin beaufsichtigt werden.
  10. Die Frage zu der notwendigen Neuregelung der bezüglichen Fachgesetze hinsichtlich der Produktgruppen steht noch offen im Raum.
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