Das Branchenbarometer 2017

Hin und weg | Würden Sie in die Ausschließlichkeit wechseln?

14.11.2016 | Praxiswissen komprimiert

Vom Lernen | …und wie Sie die emotionale Bindung ihres Kunden weiter verstärken.

In den ersten Lebensjahren kann das Lernen mit „aus der Umwelt/Natur erfahren“ umschrieben werden. Haben Sie einen heißen Ofen berührt, dann erfuhren Sie über das Schmerzgefühl, dass ein Ofen heiß sein kann. Es ist besser, ihn nicht anzufassen. Es prägte sich in Ihr Gehirn ein.

Sie haben Ihre Eltern beobachtet. Sie ahmten sie nach. Sie imitierten sie. Als kleiner Junge haben Sie vielleicht, wenn Sie Ihrem Vater bei der Reparatur des Autos zugesehen haben, danach Ihr kleines Spielzeugauto in seine Einzelteile zerlegt. Oder als kleines Mädchen haben Sie ebenso wie Ihre Mutter für die Familie gekocht. Natürlich auf dem Puppenherd, und in den Töpfchen waren Kekskrümel, die Ihren Puppenkindern ja besonders gut schmeckten.

Intuitiv, das heißt schöpferisch, erprobten Sie sich selbst an verschiedenen Tätigkeiten, vor allem im Spiel. Sie lernten Gegenstände handhaben und Ihre eigenen Möglichkeiten kennen. Mit Spielzeug, das Ihre Phantasie entwickelte, wie Steckspiele, Bausteine oder Malfarben, sahen es Ihre Eltern recht gern. Ärger gab es dann, wenn Sie Gegenstände aus dem Haushalt oder der Werkstatt in Ihr intuitives Spiel und Lernen einbezogen.

Beim Lernen in der Schule wurde Ihnen auf andere Weise Wissen vermittelt. Durch Wiederholen und Anwenden lernten Sie in den ersten Klassen die Schriftzeichen kennen. Unterschiedlich schnell, je nach Begabung, konnten Sie die Bilder der Buchstaben und die dazugehörenden Laute miteinander verbinden. Sie prägten sich Ihnen so ein, dass Sie sie im weiteren Leben, ohne noch darüber nachdenken zu müssen, immer wieder anwenden können. Sie wurden durch ständige Wiederholung in Ihr Gehirn eingeprägt. Beim Rechnen mussten Sie das Einmaleins auswendig lernen, damit es immer wieder abrufbar ist.

Der schulische Lernstoff, bis zur mittleren Reife grundlegendes Allgemeinwissen, benötigt die ständige Wiederholung von Begriffen, die in ihrem Zusammenhang erfasst werden müssen. Ihr Lehrer erklärte Ihnen mit Worten den Lehrstoff. Von der Tafel schrieben Sie die Begriffe ab. Zu Hause haben Sie dann vor einer Leistungskontrolle Ihre Aufzeichnungen mit ins Bett genommen und sind sie immer wieder durchgegangen. Denken Sie an die Zeit, als Sie dann, abends im Bett oder noch am Schreibtisch, Seite für Seite Ihres Hefters umblätterten und schon vor Ihrem inneren Auge sahen: Wo steht diese Formel? Auf welcher Seite war jene Definition? Sie schlossen die Augen und sprachen den Inhalt vor sich hin. Sie hämmerten sich Formeln, abstrakte Zusammenhänge oder eine Reihe von Begriffen ein. Ihre Leistungen hingen in vielen Fächern von Ihrem Gedächtnis ab. Wehe, wenn Sie nicht im rechten Augenblick die passenden Begriffe bereit hatten! Da konnte so eine Klassenarbeit schon mal daneben gehen. Tausend göttliche Eingebungen – aber dann bitte zur rechten Zeit – sind nötig.

Diese Art der Lehrstoffvermittlung verlangte von Ihnen Merkfähigkeit, Logik, die Gabe, in kausalen Zusammenhängen zu denken (Ursache = Wirkung) und sprachliche Fertigkeiten. Dabei wurde Ihre linke Hirnhälfte trainiert und gefordert. Das begrenzt die Leistungsfähigkeit.

Die sogenannten «Eselsbrücken» haben es Ihnen in der Schule erleichtert, etwas schwer Merkbares zu behalten und immer wieder anzuwenden. Denken Sie dabei an Rechtschreibregeln: «Wer nämlich mit ‹h› schreibt, ist dämlich!» oder «Trenne nie ‹st›, denn es tut ihm weh!». Sie haben mit diesen Reimen auch gleichzeitig Bilder gespeichert.

<- Zurück zu: Vertriebsnachrichten

Multimedia

Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.