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21.10.2011 | Nachrichten Navigator

Veränderungen | D: "Alte Hasen" und EU: Provisionen

Der Beschluss des Bundestags zur Novellierung des Vermögensanlagen- und Finanzanlagenvermittlerrechts steht unmittelbar bevor. Der Finanzausschuss hat in der letzten Woche kurz vor Abschluss den Antrag zur "Alte-Hasen"-Regelung nun doch noch in den Gesetzentwurf mit aufgenommen.

Die von den Vermittlerverbänden geforderte Bestandsschutzregelung hinsichtlich des Sachkundenachweises von Seiten bereits langjährig tätiger Vermittler, der so genannten "Alte-Hasen"-Regelung, scheint damit nun doch sicher zu sein. Vermittler von Vermögensanlagen, offenen und geschlossenen Fonds die seit dem 01. Januar 2006 ununterbrochen tätig sind, müssen keine neue Sachkundeprüfung ablegen. Jedoch: Nachweise über die lückenlose Tätigkeit von selbstständigen und unselbstständigen Vermittlern müssen nach dem Gesetzentwurf von den Beratern und Vermittlern erbracht werden. Die Gewerbeerlaubnis alleine zählt hierbei nicht als Nachweis. Die Vermittler müssen die Erlaubnis und lückenlos, dokumentierte Prüfungsberichte vorlegen, um keine neue Sachkundeprüfung ablegen zu müssen.

Auch aus die Europäische Kommission hat einen neuen Entwurf zur Überarbeitung der Finanzmarktrichtlinie (MiFID) vorgelegt. Ein Teil dieses Entwurfs sieht vor, dass unabhängige Vermittler weder finanzielle Zuwendungen an Dritte machen, noch Zahlungen erhalten dürfen. Im Klartext: Die Provisionen von Produktgebern bei erfolgreicher Vermittlung seitens des Beraters werden nach den vorgelegten Plänen gesetzlich verboten und entfallen. Konkret wird die überarbeitete Finanzmarktrichtlinie wohl allerfrühestens zum Ende 2012 verabschiedet werden.

 

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