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Trend | Hör- und sichtbare Entscheidungen

In den Großstädten der Republik ist das Hören schon seit geraumer äußerst sichtbar geworden. Es hat in den letzten Jahren ein Zweiteilung hinsichtlich der akustisch-musikalischen Liebhaberei gegeben: Die einen frönen der Lauscherei bei sportlicher Aktivität und haben zu diesem Zwecke die Maxime der größten Minimalität, d.h. je kleiner und unsicht- bzw. merkbarer die Ohrstöpsel für die Trainingsmotivationsuntermahlung, desto besser. Bei sportlicher Ertüchtigung macht die Devise der Miniatur ja nun auch wirklich Sinn. Logisch.

Auf der anderen Seite gibt es vermehrt eben jene Fraktion, die den absoluten Gegenpol zu den Erstgenannten darstellt.

Diese Menschen tragen das, was ehedem als Heimkopfhörer galt, zu Tages- und Nachtzeiten mit einem seligen Lächeln durch die Strassen und U-Bahnen der Metropolen. Dabei sind diese Neo-"Walkmen" und - "Women" keinesfalls eine ganz besondere Erfindung der Neuzeit. Man muss sie sich eher als ein Hybrid der Figur des großstädtischen "Flaneurs", die weiblichen Spaziergänger wurden "Passante" genannt, zu Beginn der Moderne im 19. Jahrhundert und der heutigen 2.0 Gesellschaft vorstellen.

Das mehr oder weniger ziellose Umherstreifen wird durch den, meist an ein Produkt mit einem Apfel darauf, angeschlossenen High-Qualitiy-Kopfhörern zu einem nach Außen sichtbaren und nach Innen (gemeint sind die Gehörgänge der tragenden Flanierenden) besonders hochwertigen Ohrenschmaus. Das getragene und so vermittelte Statement: Passionierter Genuss in vollendeter Akustik. Locker.

Eine klare Position gegenüber der jeweiligen Vorliebe ist daher stark situationsgebunden und zudem eine Charakterfrage. Wer geschäftlich in Flugzeug und Bahn des häufigeren unterwegs ist, und sich als "Musik-Junkie" versteht, der sollte auf die "großen Hörer für den großen Soundgenuss" definitiv und ruhig zurückgreifen. Schöner entspannen zu den Lieblingstiteln geht kaum.

Für die Sportlichen erübrigt sich hingegen die Frage nach dem überdimensionalen Akustik-Geweih.

Bleibt zu sagen: Jeder ganz nach seiner façon, oder: Alles kann, nichts muss. Ohren auf und durch...

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.