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06.07.2010 | Life Guide | Sein & Haben

Tipps zum Tip | Die Rechnung bitte...

Ein Problem, was keines ist…so könnte man meinen. Und dennoch: Ob im privaten Bereich oder bei einem geschäftlichen Dinner, wenn es um das Bezahlen geht, sollten die (in-)offiziellen Richtlinien zur Wahrung von Integrität und Souveränität gewährleistet sein. Nun denn, beim Geschäftessen gilt für viele: Der Besucher bzw. Angereiste wird eingeladen. Das eigentliche Problem: Wenn es um das Trinkgeld geht, sind die meisten Tipgeber für angemessene Preise und Prozente ähnlich, wie die Köche die den Brei verderben: Es sind schlichtweg zu viele, die da glauben zu wissen, was das richtige Verhalten ausmacht. Zeit für Klarheit…

Der Regelfall

Egal ob bar bezahlt oder per Kreditkarte: Zehn Prozent der abschließenden Rechnung sollten als Trinkgeld abgegeben werden. Achtung: Auch bei der Zahlung mit der Kreditkarte, bitte den Tip als haptisches Erlebnis (Barzahlung), aus Gründen der Abrechnung oder als direkter Dank an den individuellen Service,  aushändigen.

Unser Tipp zum Tip: Sollte die Rechnung mehrere hundert Euro betragen, muss die Zehn-Prozent-Regel nicht ganz so genau eingehalten werden – also, es geht auch ein wenig Weniger. Andersherum: Wenn man schon mal dabei ist…

Tipp für Finanzdienstleister: Wenn Sie mit Ihren Kunden speisen, sollten Sie die Restaurantentscheidung Ihrem Kunden überlassen; so denn Ihre Entscheidung gefordert ist, nehmen Sie ein bescheidenes, aber kein billiges Restaurant. Fragen Sie eher was Ihr Kunde gerne mag, als Ihn mit einem Ausschlusskatalog zu überfordern.  Beim Trinkgeld halten Sie sich an die 10% Regel, es sei denn Sie und vor allem Ihr Kunde hat den Service als außergewöhnlich gut emp- und befunden.

Der Sonderfall

Das Essen war gut, der Service miserabel, oder im schlimmsten aller Fälle: Beides zugleich.

Bei einem privaten Essen können Sie natürlich ganz auf das Trinkgeld verzichten und Ihre Kritikpunkte äußern. (Das gleiche gilt natürlich dementsprechend für ein Lob zu dem Tip).

Bei einem geschäftlichen Termin sollte gut abgewägt werden, ob diese kritische Aufmerksamkeit in das Gesamtbild des Verlaufs passt.

Oftmals ist es besser ein kleines Trinkgeld trotz des schlechten Services auszuhändigen. Einer Service mit der Abrechnung nach Heller und Pfennig Ihr Missfallen auszudrücken, hinterlässt bei den wenigsten Menschen einen Eindruck, der auf einen Charakter mit „Größe“ schließen lässt. Auch ironische Anmerkungen gilt es hier im Beisein der Bedienung zu vermeiden. Sparen Sie sich Ihren Kommentar und warten Sie auf die Reaktion Ihrer Tischgenossen. Kommt keine, sind Sie gut beraten, sich etwaige weitere Ausführungen zu sparen. Denn: Einen Abend mit Bagatellen(!) als Abschluss zu belasten ist wahrscheinlich nicht die sicherste  und beste Variante für einen meinungsbildenden Auftritt.

Wohlgemerkt: Es ist sowohl eine Sache des persönlichen Charakters und Temperaments, wie auch dem (analysierten) der/des Begleiter/s.

 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.