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18.12.2012 | Praxiswissen komprimiert

Texten fürs Social Web | Worauf Sie achten sollten!

Das Social Web ist ein großer Marktplatz, auf dem es zuerst um Beziehungen geht – wie im „richtigen Leben“. 

Du oder Sie – wie hätten Sie’s denn gern?

Fürs Duzen oder Siezen gibt es kein Allgemeinrezept. Tendenziell neigen Social-Web-Besucher dazu, sich zu duzen. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Unternehmen haben ihre eigenen Vorstellungen (Werte, Image, Philosophie), wie sie nach außen und innen kommunizieren. Dann spielt eine Rolle, wer angesprochen werden soll – die Fans eines Schokoladenaufstrichs, einer sportlichen Automarke oder einer Bank. Danach richtet sich die Corporate Communication – auch im Social Web.

Tendenziell neigen Social-Web-Besucher dazu, sich zu duzen. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. So spielt eine Rolle, wer angesprochen werden soll – die Fans eines Schokoaufstrichs, einer Automarke oder einer Bank. Das „Du“ findet sich am häufigsten bei Facebook, am wenigsten bei XING

„Du“ schafft Nähe – schützt aber nicht vor Kritik. Gerade Facebook-Fans können gnadenlos sein – der Shitstorm findet vor allem dort statt. Am wichtigsten ist – verzeihen Sie den überstrapazierten Begriff – Authentizität.

Netiquette – der Knigge fürs Social Web

Viele Unternehmen, die einzelnen Netzwerke und Gruppen haben ihre eigene Netiquette, den ungeschriebenen Social-Media-Knigge. Dazu können gehören:

       Respekt – weder Beschimpfungen, Beleidigungen noch Verunglimpfungen

       Ehrlichkeit – keine Falschmeldungen wissentlich verbreiten

       Privatsphäre – keine Adressen, Namen oder Vorlieben anderer veröffentlichen

       Recht am eigenen Bild – Fotos oder Videos anderer nie ungefragt ins Netz stellen bzw. mit Namen beschriften (taggen)

       Kommunikation – Rechtschreibung beachten, lange Texte gliedern, „Bleiwüsten“ vermeiden

       Urheberrecht – sich nicht „mit fremden Federn schmücken“, beim Zitieren Quellenangabe/Herkunft/Autor nicht vergessen

       Umgang mit Kritik – negative Kommentare nicht löschen: Kritik als Chance nutzen. Ausnahme: Sie sind ehrverletzend, rassistisch etc., dann die Fans informieren

       Dankbarkeit – sich für Tipps, Links und Hilfestellungen bedanken

       Technik – für eine fehlerfreie Darstellung sorgen


10 Tipps wie lesenswerte Social-Media-Inhalte entstehen

1.              Die Zielgruppe kennen

Machen Sie sich ein Bild von Ihren Kunden. Danach stimmen Sie Tonalität und Inhalte ab.

2.              Authentisch sein

Das ist DAS Geheimnis für Social-Media-Erfolge. Auch mit Blick auf die Zielgruppe posten Sie nur, was Ihnen wichtig erscheint, was Sie wirklich interessiert, erfreut oder bewegt.

3.              Wertvollen Inhalt bieten

Social-Web-User suchen Mehrwert – keine Werbung. Gute Beiträge unterhalten, präsentieren Expertenwissen, stellen Fragen oder beantworten sie.

4.              In der Kürze liegt die Würze

Kurze Sätze und knackige Headlines machen Lust auf mehr. Längere Inhalte platzieren Sie z. B. auf Ihrem Blog und verlinken sie auf Ihre Fanpage bzw. Ihre Unternehmensseite. Oder Sie polieren den Beitrag optisch auf (siehe 5.). Manchmal reicht ein Wort aus, um Kopfkino zu erzeugen.

5.              Lesen leicht machen

Eine solide Rechtschreibung und Orthographie erleichtert das Lesen. Wo ein Editor angeboten wird empfehlen sich Absätze (Zwischenüberschriften), Listen oder verschiedene Schriftschnitte (fett, kursiv, unterstrichen).

6.              Die Fans bzw. Kontakte einbeziehen

Jeder Beitrag eines Fans oder Followers kann zum Teil eines digitalen Werbekonzepts mutieren. Deswegen zeitnah und möglichst individuell auf Anfragen oder Kommentare reagieren.

7.               Reden Sie Klartext!

Angesagt sind: kurze Sätze, wenig Fachbegriffe, Fremd- und Füllwörter und Aktivkonstruktionen. Sagen Sie der „Hauptwörterei“ den Kampf an!

8.              Keywords sparsam einsetzen

Keywords wohldosiert einsetzen, sonst werden Kontakte und Fans verprellt.

9.              Monitoring

Mit Analysetools kommen Sie dem Erfolg Ihrer Posts auf die Spur. Das ermöglicht Ihnen, Ihre Beiträge noch strategischer zu verfassen.

10.           Erst denken, dann klicken

Drücken Sie die Entertaste erst nach Prüfung Ihres Beitrags. Checken Sie Rechtschreibung, Orthographie, Inhalt, Ansprache und Links.

Durch überlegtes und kurzweiliges Posting gewinnen Sie nicht nur Fans, Follower, Kontakte und Kunden. Damit steigern Sie zugleich die Online-Reputation Ihres Unternehmens – ob als weltweit agierender Konzern oder Freiberufler. Dann merken Sie bald: Social Media rock’s!

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.