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24.01.2017 | Life Guide | Sein & Haben

Style Akademie | Windsor Knoten in 3 Minuten formvollendet beherrschen

Mann kann´s! Mancher nicht und tut sich schwer, wenn es darum geht mit einfachen Feinheiten beim großen oder kleinen Auftritt zu glänzen. Der korrekt gebundene Kragenschmuck ist nicht selten das i- Tüpfelchen des gepflegten Business Auftritts, besonders wenn die Bindetechnik über die Standarderscheinung des Micky Maus Krawatten Trägers hinausgeht.

Der "kleine" Windsorknoten


 

Anleitung

Der einfache oder auch kleine Windsorknoten ist dem doppelten Windsorknoten sehr ähnlich, nur dass die zweite Wicklung von innen durch die Schlaufe entfällt. Er ist an seiner bauchigen, kegelförmigen Form erkennbar und eignet sich für Hemden mit dicht beieinander liegenden Kragenecken und auch für Button-down Kragen. Vom Volumen her liegt der einfache Windsorknoten zwischen dem einfachen Knoten und dem doppelten Windsorknoten.

Der "große" Windsorknoten

Anleitung

Beim Windsor handelt es sich um einen Doppelknoten. Deshalb verbrauchen Sie dafür einen großen Teil des breiten Endes und müssen es dementsprechend zu Beginn sehr weit auf der rechten Seite herunterhängen lassen.

Führen Sie das breite Ende mit der rechten Hand nach links über das schmale Ende, das Sie mit der linken Hand ergreifen. Führen Sie das breite Ende von links nach rechts unter dem schmalen Ende herum. Ziehen Sie es dann über den Knoten zum Körper hin nach unten durch die Schlaufe. Das breite Ende muss danach – mit der Unterseite nach oben – nach rechts unten hängen. Ergreifen Sie das breite Ende und schlagen Sie es nach links um den halben Knoten herum. Führen Sie nun mit der linken Hand das breite Ende an der Rückseite des Knotens von unten durch die den Hals umgebende Schlaufe. Anschließend ziehen Sie das breite Ende nach vorne über den halbfertigen Knoten und lassen es herunterhängen.

Stecken Sie die Spitze des breiten Endes unter der äußeren Lage des Knotens hindurch. Ziehen Sie es dann ganz durch und richten Sie vorsichtig den Knoten aus, indem Sie ihn behutsam festhalten und am schmalen Ende ziehen.

Auch beim Windsor sollte das breite Ende mit der Spitze etwa in Höhe des Hosenbundes enden. Das schmale Ende sollte kürzer sein oder gleich lang. Bei kleineren Männern kommt das häufig nicht perfekt hin. Damit das breite Ende in der richtigen Höhe endet, kann das zu lange schmale Ende dann unter den Hosenbund gesteckt werden.

Für sehr große Männer ist der Windsor häufig nicht geeignet, da er als doppelter Knoten so viel Krawattenlänge aufbraucht, dass der Binder einfach zu kurz wird.

Der „Final Touch“

Wenn Sie das Binden knotentechnisch gemeistert haben, geht es an die hohe Schule des Krawattenstylings. Sie verlangt, dass vor dem endgültigen Zuziehen eine Delle in das breite Ende gedrückt wird, und zwar kurz unter dem Knoten. Der Fachmann nennt sie „dimple“, was so viel wie Grübchen heißt. Einen sachlichen Grund gibt es dafür zwar nicht, aber die Seide wirkt durch die kleine Vertiefung einfach üppiger und der Knoten bekommt einen Hauch von lässiger Eleganz. Bei Krawatten aus bedruckter Seide hält sich der „dimple“ häufig nicht lange, das Material ist in der Regel einfach zu glatt. Besser klappt es mit griffigen Jacquards.

Ob man das schmale Ende nun noch durch die Schlaufe oder das Etikett schiebt, ist eine geradezu philosophische Frage. Der englische Gentleman würde es in jedem Fall tun, der italienische verzichtet lieber darauf. Und wer hat Recht? Keiner von beiden, es ist wieder mal Geschmackssache. Allerdings spricht einiges für die südländische Auffassung. Denn die Krawatte erinnert mehr an ein verwegen geschlungenes Seidentuch, wenn beide Enden locker aus dem lose gebundenen Knoten hängen.

Wer das Krawattebinden lernt, bekommt es als Grundgesetz mit auf den Weg, dass beide Enden auf gleicher Höhe sein sollen oder das breite Ende etwas über das schmale hinausragen darf. Auch hierzu haben die eleganten Italiener ihre eigene Meinung. Für sie ist ein schöner Knoten wichtiger als alles andere. Doch leider bekommt der Knoten in manchen Fällen nur dann das richtige Volumen, wenn er vor allem aus dem breiten Ende gebunden wird. Deshalb ist das längere schmale Ende südlich der Alpen kein seltener Anblick. Wer sich in der Vergangenheit schon einmal darüber gewundert hat, kennt nun den Grund.

 

Wir danken den Stilprofis von http://www.krawatten-ties.com für die freundliche Bereitstellung des Bild- und Textmaterials.

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