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28.02.2012 | Nachrichten Navigator

Re: Regulierung | Blanko, Fan-Post oder Spam-Post

Unter dem leicht kryptisch anmutenden Titel: „WpHGMaAnzV“, dass in seiner auf den Punkt gebrachten, verkürzten Form die im Zuge der Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerecht für die „Wertpapierhandelsgesetz-Mitarbeiter-Anzeigenverordnung“ steht, kann man zwischenzeitlich erste konkrete Anforderungen von Seiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) für tätige Berater erfahren.
Gleich zwei Teile der neuen Verordnung können dabei als äußerst kritisch betrachtet werden:

1. Blanko für Banko – und auch Finanzdienstleistungsunternehmen

Während freie Berater und Finanzdienstleister laut Gesetzentwurf einen Sachkundenachweis durch Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) als Finanzanlagefachmann/-frau ablegen müssen, gestaltet sich die Nachweispflicht für Vertriebler und Berater bei Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen etwas „freier“. Zwar gibt es auch hier einen Richtlinienkatalog, der dezidiert die Anforderungen an die Angestellten auflistet, ein kleiner Zusatz in der verfassten Ausarbeitung öffnet jedoch einen mehr als kleinen Spielraum für die Institute:
So können fehlende Qualifikationen durch Arbeitszeugnisse mitunter durch Flankierung der Stellenbeschreibung, Weiterbildungs-/Schulungsnachweise bzw. durch nicht näher definierte „andere geeignete“ Nachweise potenziell als Ersatz fungieren.
Ein Schelm wer nun denkt, dass der Vorgesetzte seinen Mitarbeitern keine hervorragenden Fähigkeiten, langjährige Erfahrung und besondere Qualifikation attestieren würde.


2. Fan-Post oder Spam-Post


Des Weiteren soll ein Register installiert werden, in welchem alle unter das Kreditwesengesetzes fallenden Mitarbeiter bei der BaFin erfasst werden sollen. Hier können die Kunden Beschwerden gegen Berater einreichen, und das zunächst ungeprüft.
Inwieweit mögliche Beschwerden dabei in der Realität verhaftet sind, oder ob es zu regelrechten Attacken - aus welchen Beweggründen auch immer - gegen einzelne Berater kommen könnte, bleibt zu diesem Zeitpunkt noch unklar.

Wir werden diese Geschichte weiter verfolgen.

 

 

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