Der Autor

Weitere Artikel des Autors

Das Branchenbarometer 2017

Hin und weg | Würden Sie in die Ausschließlichkeit wechseln?

30.09.2009 | Nachrichten Navigator

Puh, noch mal Glück gehabt | die Wahl, EU und freie Finanzdienstleister jetzt im Vorteil

Die Bundestagswahl ist vorbei, die Finanz- und Versicherungsbranche atmet auf. Doch Bankberater und Versicherungsvermittler könnten auch in Zukunft weiter unter Beschuss geraten. Die Finanz- und Versicherungsbranche begrüßt einheilig den Ausgang der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag. Von der neuen christlich-liberalen Regierung erwartet beispielsweise Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK): „Wir gehen bei der neuen Regierung davon aus, dass die in den letzten Jahren zu beobachtende Verunsicherung unseres Berufsstandes aufhört und regierungsamtliche Angriffe auf die Versicherungsvermittler, wie sie beispielsweise in Publikationen des Bundesarbeitsministeriums auftauchten, unterbleiben.“ Auch die Aufgabe aller Pläne für eine Offenlegung von Provisionen wie eine Beendigung der exklusiven Bevorzugung von Honorarberatern wünscht sich der BVK von der neuen Bundesregierung. Außerdem sollten die gesetzlichen Beratungs-, Informations- und Dokumentationspflichten, die schon jetzt bei der Versicherungsvermittlung gelten, auf alle Finanzdienstleister übertragen werden.“ 

EU hat Branche weiter auf dem Kieker

Apropos Finanzdienstleister, ganz unabhängig davon wie sich die neue Regierung der Finanzbranche widmen wird, hat die Europäische Kommission das Thema Verbraucherschutz bei der Finanzberatung ziemlich weit oben auf der Agenda. So hat die Europäische Kommission den Service von 224 Banken in 27 Mitgliedsstaaten getestet. Darunter waren auch 29 Geldhäuser aus Deutschland. Die EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva bemängelt: „Es gibt zahlreiche Hinweise, dass grundlegende Prinzipien des Verbraucherschutzes verletzt werden - angefangen bei komplizierten Preisen bis hin zu versteckten Gebühren und unklarer sowie unvollständiger Information.“ Zwei Drittel der untersuchten Geldhäuser haben laut dem Bericht auf ihren Onlineseiten so undeutliche Angaben zu Gebühren veröffentlicht, dass an der Studie mitwirkende Sachverständige nachfragen mussten. Deutsche Banken legen bezüglich Informationen und Beratung im Mittelfeld (Bericht in Englisch). Die Vorwürfe der schlechten Beratung treffen nicht nur die Bankberater, sondern auch die Versicherungsvermittler. Die Zeitschrift „Finanztest“ (hier geht es direkt zur Finanztest-Meldung) hat nämlich kürzlich bundesweit Vermittler von 26 deutschen Versicherern überprüft. Das erschreckende Ergebnis: Keiner der Vermittler erhielt im Schulnoten-Schema eine bessere Bewertung als „befriedigend“. Auch wenn Lobbyverbände der Vermittlerbranche im Nachgang die Ergebnisse relativieren und darauf verweisen, dass die Fallzahl keineswegs repräsentativ gewesen sei, bleibt doch eins festzuhalten: sowohl Bankberater als auch Versicherungsvermittler haben momentan einen schweren Stand. Und genau darin liegt die Chance für freie, unabhängige Makler.

-       Nutzen Sie die schlechten Nachrichten über Bankberater und
        Versicherungsvermittler für sich als freier, unabhängiger Makler.

-       Machen Sie klar, dass es keine Studien gibt, in denen die Beratungsleistung von
        freien Maklern schlecht abschneidet.

-        Verweisen Sie auf die Interessenkonflikte, denen Bankberater und
         Versicherungsvermittler unterliegen.

<- Zurück zu: Vertriebsnachrichten

Multimedia

Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.