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08.07.2015 | Vertriebstipp der Woche

Praxistipp Nr.291 | Motivationstief? Kein Problem!

Würden wir jeden Tag im Berufsleben die vollen 100 Prozent geben – wir wären Roboter. Unsere Leistungsfähigkeit schwankt, ebenso die Triebfeder, welche unsere Leistungsfähigkeit maßgeblich bestimmt: die Motivation.

Sie kennen mein Motto: Wer WILL, der MACHT! Und am Machen führt kein Weg vorbei, nicht als VerkaufsUnternehmer. Denn allein die Anwendung von Verkaufs- und Gesprächstechniken bringen niemanden weiter, und seien sie noch so gewieft. Ebenso wenig die individuellen Attribute: Egal wie gut ausgebildet und wie charmant man auch ist – das allein reicht nicht! Man muss machen, machen, machen … und nochmal machen! Und anschließend nachhaken. Und zu einem späteren Zeitpunkt sich beim Kunden bzw. Interessenten ins Gedächtnis bringen. Sprich: machen. Und jeden Tag geht es von neuem los. Man muss machen, machen, machen …

Was jedoch, wenn der Wille nicht mehr so stark vorhanden ist wie früher? Wenn das innere Feuer nicht mehr auf voller Flamme brennt? Meine Antwort: Entspannt bleiben! Zur Erinnerung: Wir sind keine Roboter. Zwar steht außer Frage, dass Eigenmotivation die mit Abstand wichtigste Triebfeder im Vertrieb ist, dass ohne die eigene Antriebskraft nichts geht und man den Arbeitsalltag nicht irgendwie so auf Sparflamme verwalten kann – aber wir sind und bleiben Menschen mit all unseren Schwankungen.

Es gibt also zwei unverrückbare und universell geltende Wahrheiten: Wir müssen tagtäglich machen. Wir sind aber auch keine Roboter, die losgelöst von Eigenmotivation jeden Tag 100 Prozent geben können. Und nun?

1. Akzeptieren Sie Zwischentiefs
Ich weiß, wir alle wollen stets den Anschein erwecken, dass wir jeden Tag voll motiviert ans Werk gehen – sonst würde man womöglich noch Schwäche zeigen. Ist aber nicht der Fall, bei keinem von uns. Und ich rede nicht nur von den Auszeiten zu Weihnachten usw. Ein zeitweiser Motivationsabfall ist das normalste der Welt. Aber noch wichtiger: Erst wenn Sie sich diesen eingestehen, können Sie ihn auch aktiv bekämpfen. Zum Beispiel so:

2. Was war nochmal der Funke?
Nehmen Sie sich – wenn irgendwie möglich – ein paar Tage frei. In dieser Zeit lassen Sie es sich nicht nur gut gehen, sondern Sie zücken auch Papier und Stift. Zielsetzung: Notieren Sie für sich, was bei Ihrer Berufswahl die Beweggründe waren. Was hat das Feuer in Ihnen entfacht? Alles ist möglich:
- kreativ sein
- Menschen helfen
- mit 75 Prozent Arbeitszeit den Lebensunterhalt erwirtschaften
- etwas Bedeutsames schaffen
- der eigene Chef sein
- usw.

3. Und heute?

Wiederholen Sie Schritt 2 und beantworten Sie sich diesmal die Frage, welcher Funke in der Gegenwart in Ihnen brennt. Was mögen Sie an Ihrer Arbeit? Was gibt Ihnen den „Kick“? Schreiben Sie es auf und gleichen Sie die Listen miteinander ab – da gibt es doch bestimmt Gemeinsamkeiten! Es ist gut zu wissen, wofür man etwas tut – Motivation kommt von nichts anderem!

4. Schritt für Schritt zur Höchstleistung
Lassen Sie sich Zeit! Sie haben schon über Jahre hinweg Ihre Qualitäten und Ihre Motivation unter Beweis gestellt – jetzt kommt es nicht auf ein paar Tage an. Sie wissen nun (wieder), wofür Sie die Dinge machen. Setzen Sie sich am Anfang kleine (Zwischen-) Ziele, die Sie locker erreichen. Mit dem Erfolgserlebnis steigt die Freude, mit der Freude erhält Ihre Motivation zusätzliches Feuer. Diesen Effekt können Sie sogar noch einmal steigern, indem Sie Ihre Aufgaben und Ziele notieren und nach Erledigung genüsslich abhaken – einfach ein gutes Gefühl!

5. Wie gut Sie eigentlich sind!
Wollen Sie sich neu motivieren, so sollten Sie sich eben das vor Augen halten. Kaum etwas anderes ist so demotivierend wie das Gefühl, in dem was man tut nicht gut zu sein. Im Gegenzug zieht man aber auch jede Menge Motivation aus der Gewissheit, den eigenen Job richtig gut zu beherrschen. Machen Sie sich Ihre Erfolge bewusst! Das können Sie mental vollbringen, oder Sie beginnen damit, ein Erfolgs-Tagebuch zu führen. Hierdurch werden Ihre Erfolge, Ihre Leistung, wird der Wert Ihrer Arbeit festgehalten – oder wissen Sie noch aus dem Stehgreif Ihre Erfolge der Jahre 2011-2014 auswendig? Wenn Sie in Zukunft in einem Motivationstief stecken, werfen Sie doch mal ein Blick in jenes Tagebuch. Ihr doppelter Nutzen: Diese Stärkung Ihres Selbstwertgefühls nimmt Ihnen die Angst vor dem Scheitern – noch so ein Motivationskiller, dem hierdurch das Handwerk gelegt wird!

Sie sind kein Roboter und das müssen Sie auch nicht sein. Bleiben Sie beharrlich, bleiben Sie positiv, dann bereitet das machen, machen, machen … jede Menge Freude!

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.