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05.05.2015 | Vertriebstipp der Woche

Praxistipp Nr.286 | Das Fleisch ist willig – der Geist ist schwach!

Sie kennen die alte Faustregel für erfolgreichen Vertrieb: 5 % Inspiration, 95 % Transpiration. Disziplin schlägt Genie! Man muss anpacken, man muss MACHEN – denn von nichts kommt nichts.

In der Praxis ist das nur leider allzu oft leichter gesagt als getan. Vorhaben und Projekte benötigen dann eine halbe Ewigkeit, Dinge kommen irgendwie nicht so richtig voran, man macht und tut aber der gewünschte Effekt stellt sich nicht ein. Häufig ist das FLEISCH WILLIG, aber der GEIST SCHWACH. Und der Frust groß. Die gängige Formulierung: mangelnde Selbstdisziplin.

Die wichtigste aller Triebfedern ist in uns selbst. Selbstdisziplin ist das A und O unserer Berufslaufbahn (wie auch unseres Privatlebens). Selbst der alte Spruch „Bei Dingen die einem Spaß bereiten ist man am besten“ bildet hierbei keinen Widerspruch, denn eben hier ist man deshalb so gut, da die Begeisterung am größten und die Disziplin am nachhaltigsten ist. Hier fällt uns die Selbstdisziplin schlicht und einfach wie von selbst in den Schoss.

Das gilt aber nun einmal nicht für alle Dinge im Leben. Wenn’s mal wieder nicht wie von selbst funktioniert, wenn zu viel Ausreden geschwungen und zu wenig GEMACHT wird, dann schlage ich die folgenden Maßnahmen vor:


1. Vorbilder
Wir alle eifern irgendjemandem nach – ob bewusst oder unbewusst. Ob in persönlichen Umfeld oder eine bekannte Persönlichkeit, wir bewundern diese Person für das, was sie erreicht hat, für ihr Auftreten, ihre Charakterzüge und Eigenschaften.

  • Definieren Sie diese Person für sich
  • Überlegen Sie sich, was Sie an dieser Person so beeindruckt
  • Wenn Sie dann mal wieder Dinge vor sich herschieben, keinen Antrieb haben, wenn die Selbstdisziplin zu wünschen lässt, dann fragen Sie sich: Würde die Person X ebenfalls der Aufgabe aus dem Weg gehen? Würde Sie Ausreden suchen und finden, warum das Ziel X nun doch nicht erreicht werden kann? Würde die Person „kneifen“? Hatte diese Person ebenfalls einen so kurzen Atem bei der Verfolgung der eigenen Ziele?
  • Klare Antwort: Nein! Aber warum wollen Sie kneifen?

 

2. Regeln

Regeln geben Struktur – Struktur hilft bei der Umsetzung. Sie kennen das: Wenn die ersten 30 Minuten eines jeden Arbeitstages für Akquiseanrufe reserviert sind, dann macht man das auch und Neukunden sind fast unvermeidlich. Wenn man sich verabredet, jeden Dienstag und Freitag nachmittags ein kurzes Projektmeeting abzuhalten, dann kommt das Projekt systematisch voran. Wenn nicht, dann ist es Glückssache.

Selbstdisziplin – da ist sich die Fachliteratur einig – ist keine Gabe für manche privilegierten Menschen. Sie ist eine Eigenschaft, die zu erwerben manchen schwerer und machen einfacher fällt. Erlernen können sie aber alle! Regeln sind ein wichtiger Baustein hierzu. Notebook aufklappen, Tablet anknipsen, Stift und Papier zücken: Wie lauten Ihre Regeln, die Ihrem Alltag die nötige Struktur und den nötigen Biss geben?

3. Wie lautet Ihr individueller Wunsch?
Unsere Triebfeder kann nicht arbeiten, wenn sie nicht weiß wofür. Wofür gehen Sie arbeiten? Wozu wollen Sie Geld verdienen? Schreiben Sie es doch mal auf! Alles ist erlaubt:

  • - Meiner Familie soll es an nichts fehlen (der Klassiker!)
  • Ich WILL die Zahl +100.000 auf meinem Kontoauszug sehen
  • Ich WILL die Welt verbessern
  • Ich WILL ein erfülltes Leben führen
  • Ich WILL in den Spiegel schauen und mich gut fühlen
  • Ich WILL mit 60 Jahren aufhören zu arbeiten
  • Ich WILL meiner Kreativität freien Lauf lassen
  • Ich WILL Verantwortung tragen

Es klingt banal. Aber wissen wir wirklich, wofür wir tagtäglich die Strapazen des Berufsalltags auf uns nehmen? Oder geht der Treibstoff unserer Triebfeder in unseren hochkomplexen Zeiten nicht allzu häufig verloren? Wie lauten Ihre individuellen Wünsche an sich selbst und das eigene Berufsleben?

4. Was wäre eigentlich mein größter beruflicher Wunsch?

Eng damit verknüpft – bzw. der „nächste Level“ – ist die Frage, was unabhängig vom Status Quo der größte berufliche Wunsch ist. Wenn wir in den Dingen am besten sind, die wir gerne machen, sollten wir dann nicht alle darüber nachdenken, ob wir das nicht beruflich machen können? Zum Beispiel:

  • Ich WILL Vermögensverwaltung für Millionäre machen.
  • Ich WILL Bücher schreiben.
  • Ich WILL einen Online-Store und Ladengeschäft für exklusive Whiskeys eröffnen.

Denn was ist besser: Im gewohnten Umfeld vor sich hindümpeln oder die volle Schaffenskraft bspw. in den genannten Whiskeyladen stecken? Was da für Potenziale frei werden!
Das ist pures Wunschdenken? Nein! Ich selbst bin der lebendige Gegenbeweis. Es geht, wenn man WILL und MACHT.

5. Deadlines setzen

Klare Sache: Wenn ich für eine Veranstaltung als Speaker gebucht werde, dann kann ich diese Aufgabe nicht vor mir herschieben. Am Tag X, zur Uhrzeit Y mit Vortragsthema Z – und keine Ausreden! Ähnlich geht es Redakteuren mit dem Redaktionsschluss und Drucktermin. Und wenn wir uns für morgen um 18.30 mit Freunden zum Joggen verabreden, dann lautet der „Abgabetermin“ morgen um halb 7 – und nicht einen Tag, eine Woche, einen Monat später.
Wenn nun aber das Projekt lautet: Ich will mehr Kunden. Tja, dann können Sie die Abgabe theoretisch bis zur Rente vor sich herschieben. Es sei denn Sie ziehen eine Deadline und erzählen Ihrem/r Partner/in, Ihren Kollegen oder Freunden davon. Dann heißt es: MACHEN!

Und genau das ist das Stichwort: MACHEN Sie es! Holen Sie sich Inspiration und leisten Sie Transpiration – diese Mischung hat bislang noch immer Erfolg gebracht!

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.