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08.10.2013 | Vertriebstipp der Woche

Praxistipp Nr.248 | Anker einholen – volle Fahrt voraus!

Der Bundestag ist gewählt – Zeit, all die Wahlplakate zusammen mit dem Herbstlaub zu entsorgen und sich wieder Dingen zuzuwenden, die in unserem Leben einen Unterschied ausmachen: Zum Beispiel dem persönlichen 100-Tage-Programm.

Sie erinnern sich: Letzte Woche hatte ich angeregt, dass nun die Zeit gekommen ist, um nochmal des Tempo hochzufahren und das Jahr 2013 exzellent abzuschließen. Denn wir wollen Politiker, die die Ärmel hochkrempeln und anpacken – aber tun wir selbst das auch?

Was mich diese Woche interessiert: Haben Sie Ihr persönliches 100-Tage-Programm auf den Weg gebracht? Haben Sie die Ärmel hochgekrempelt, anstatt lange zu fackeln?

Sollten Sie sich nun denken: „Mensch Laubrinus, ich geb´jeden Tag 130 Prozent und ich weiß noch nicht einmal, wie man das Wort Z-Ö-H-G-Ä-R-N buchstabiert.“, dann sag ich: Hut ab! ?

Bevor Sie weiter anpacken: Teilen Sie den anderen VerkaufsUnternehmern doch bitte in unserem Forum kurz mit – fünf läppische Minuten sind völlig ausreichend –, wie Sie sich jeden Tag aufs Neue motivieren und es schaffen, stets Vollgas zu geben. Vielfacher Dank und Heldenstatus sind Ihnen sicher.

Sollten Sie sich jedoch denken: „Ja Mensch, so ein 100-Tage-Ärmel-Hochkrempel-Programm wäre ja was, aber ...“ – dann verbirgt sich hinter dem „, aber ...“ meistens ein kleiner Selbstbetrug. Ein Wort wie ein Anker, der uns wohlbehütet in der Komfortzone festhält. Leider hat dieser Anker schwere Nebenwirkungen, die schlimmste: Sie erreichen Ihre Ziele nicht.

Natürlich gibt es Gründe, weshalb die meisten Menschen dieses „, aber ...“ nachschieben. Diese sind völlig menschlich, klein beigeben muss man deshalb aber noch lange nicht. Nennen wir das Kind beim Namen: Wir haben entweder Angst, etwas zu tun. Oder wir haben keine Lust, etwas zu tun – vereinfacht: Wir wollen nicht.

Denn mal ehrlich: Haben wir wirklich Lust darauf, Überstunden zu schieben, um 200 potenzielle Neukunden anzurufen? Einen kleinen Salat anstatt dick belegter Pizza zu bestellen? Bei nasskaltem Herbstwetter joggen zu gehen, anstatt es zu Hause gemütlich zu haben? Wir alle kennen die Antwort.

Und dann gibt es da noch die Angst: Soll ich wirklich aktiv nach Empfehlungen fragen, er könnte ja verärgert reagieren? Soll ich wirklich jetzt schon bei meinem Großkunden wegen dem möglichen Auftrag nachhaken? Muss ich wirklich beim Interessenten XY anrufen und mit ihm auf Englisch telefonieren?

Und so zögern wir und zögern wir und zögern wir… Und was erreichen wir damit? Es wird in keinem Fall besser, nur schlimmstenfalls schlimmer. Der Interessent wird immer englischsprachig bleiben und ein Konkurrent hat sich den Auftrag vielleicht längst – notfalls auch mit schlechtem Englisch – geangelt. Empfehlungen kommen genauso wenig von allein, wie Neukundentermine und Sport ist nun einmal anstrengend – Lust und Angst hin oder her.

Deshalb mein Tipp diese Woche für Sie: Weg mit dem Anker der Sie in Ihrer Komfortzone festhält! Schreiben Sie auf ein Blatt Papier, auf Ihren Desktop-Hintergrund, hinter die Ohren oder wo auch immer Sie es hinschreiben wollen: 

Wenn ich bei einer Sache Angst oder Unlust verspüre – dann erledige ich Sie als Erstes! 

Denn Sie können Ihre Angst und Unlust nur auf eine Weise überwinden: Indem Sie Ihr Vorhaben einfach tun. Indem Sie den Anker namens „, aber ...“ einholen und mit voller Fahrt voraus Ihre Ziele anvisieren.

Zurück zum 100-Tage-Programm. Wollen Sie sich an Ihrem „, aber ...“ wirklich festklammern? Ist die erfolglose Komfortzone wirklich die Endstation Ihrer Sehnsucht? Sollte es nicht besser heißen: „Ja Mensch, so ein 100-Tage-Ärmel-Hochkrempel-Programm wäre ja was, deshalb werde ich noch heute ...“

Also: Treffen Sie Ihre Entscheidung. Entscheiden Sie: JA, ICH WILL!

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.