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16.11.2012 | Vertriebstipp der Woche

Praxistipp Nr.230 | Verteilen Sie Komplimente?

Sie sind das Salz in unserer alltäglichen Kommunikationssuppe: Komplimente. Wer hört nicht gern ein Kompliment, das ihm ein positives Feedback vermittelt? Doch ist hier Sparsamkeit angesagt, damit Sie sich – um im Bild zu bleiben – die Suppe nicht versalzen.

Laut Wikipedia gilt als Kompliment die wohlmeinende und freundliche Bewertung einer Leistung, Eigenschaft oder eines äußeren Merkmals. Wir alle kennen das in der Jugendsprache kursierende „Reschpekt (Alta)“, was nichts weiter ist als der direkte sprachliche Ausdruck eines Komplimentes.

Hüten Sie sich aber bei Komplimenten im Gesprächseinstieg vor Banalitäten, wie beispielsweise ein „Sie haben es aber schön hier“. Benennen Sie besser genau, was Sie schön finden oder was Ihnen angenehm auffällt. Wenn Sie Ihr Kompliment mit einem kleinen (echten!) Lächeln aussprechen, verstärken Sie die positive Botschaft. Daraus kann sich schnell ein gutes – weil konkretes – Einstiegsgespräch ergeben, in dem Sie zusätzliche Informationen über Ihren Kunden, seine Nöte und Probleme erhalten. Denken Sie dabei an die Regel: „Wer selbst viel redet, erfährt wenig vom Anderen.“ 

Im eigentlichen Verkaufsgespräch mit einem Kunden können Komplimente dann kleine Formulierungen sein, die Ihnen eine Brücke bauen, beispielweise ein „Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis“ oder „Das ist ein sehr guter Einwand“. Genau genommen drücken Sie damit eine Nettigkeit aus, denn Sie erkennen an, dass Ihr Kunde aufmerksam war und mitgedacht hat. Ihr Kunde wird sich ernst genommen fühlen (und natürlich geschmeichelt). Und glauben Sie mir: Mit einer solchen Vorgehensweise können Sie auch bei schwierigeren Klienten punkten. Wer Liebenswürdigkeit aussendet, erhält Liebenswürdigkeit zurück.

Ein Kompliment zu verteilen ist ja nicht nur eine Freundlichkeit schlechthin. Es signalisiert Ihrem Gesprächspartner, dass Sie ihm und Ihrem Umfeld gegenüber aufmerksam sind und drückt damit Wertschätzung aus. Allerdings gilt es auch hier wieder, die richtige Dosis zu finden. Uns allen ist ja der Ausdruck ‚Schleimer‘ geläufig.

Echte Freundlichkeit kann Ihnen nicht nur das Verkaufen und den Zugang zu Ihren Kunden erleichtern. Sie erleichtert das Leben generell.

Sehen Sie das Gute um sich herum, das macht gute Laune und lässt Sie selbst in den Augen Ihrer Mitmenschen ganz anders rüberkommen. Sind Sie selbst nicht auch lieber mit freundlichen Zeitgenossen in Kontakt? Dies vor Augen und vielleicht noch eine nette Begebenheit im Kopf zaubert Ihnen automatisch ein Lächeln ins Gesicht.

Und macht Kommunikation grundsätzlich leichter.

Probieren Sie es aus! Und wenn Sie noch mehr zum Thema Komplimente lesen möchten, dann hier: http://www.dr-mueck.de/HM_Kommunikation/HM_Komplimentlehre.htm 

Ach übrigens: Wann haben Sie eigentlich Ihre Liebste/Ihren Liebsten zuletzt mit einem Kompliment bedacht :-)? Schon länger her? Testen Sie doch einfach mal, wie viel Routine sich bei Ihnen eingeschlichen hat. Wie? Einfach einen richtig schönen Blumenstrauß heute Abend mit nach Hause bringen, lächeln und sagen: „Ich möchte Dir hiermit nur zeigen wie sehr ich an Dich gedacht habe. Danke für alles das, was Du für mich tust“.

Diskutieren Sie mit:

Was halten Sie von den kleinen Freundlichkeiten im Verkaufsgespräch? Was haben Sie da so ‚auf Lager‘? Wie freigiebig sind Sie selbst mit Komplimenten? Welches war das schönste/ungewöhnlichste Kompliment, das Ihnen selbst zuteil geworden ist? Und wann wird so etwas peinlich?

Hier gelangen Sie zur Diskussion! 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.