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13.09.2010 | Nachrichten Navigator

Praxis mit Grauzone & Gesetz | Perspektive Prospekt

Berlin- Die geplanten Neuregelungen und bislang eingebrachten Entwürfe die Grauzone des Kapitalmarktes durch das Bundesfinanzministerium betreffend, haben eine branchenweite Diskussion angestoßen. Bei Verbraucherschützern, Produktanbietern, Anwälten und Anlegern gehen die Meinungen zu dem Diskussionsentwurf auseinander.

Die Grauzone des Kapitalmarktes, die es in dem Dossier des Finanzministeriums stärker zu regulieren gilt, war bisher in diesem negativ besetzten Tonus definiert worden, da eben jene „Grauzone“ nicht in Gänze der staatlichen Aufsicht unterstellt war. Der Entwurf des Bundesfinanzministeriums sieht nun einige erhebliche Veränderung diesbezüglich vor. Als Begründung für die angestrebten Reformen wird von dem Ministerium die Finanzkrise samt ihrer lokalen und globalen Auswirkungen herangezogen. Der Entwurf sieht zum einen vor, bereits in anderen Sektoren geltende Vorschriften auf die besagte Grauzone auszudehnen, die Verjährungsfristen hinsichtlich Haftung prospektierter Produkte zu verlängern, somit gleichzeitig die Anforderungen an die Prospekte zu erhöhen und eine Datenbank über Anlageberater, Compliance-Beauftragte, etc. anzulegen. Die Exekutive soll dem Entwurf zufolge auf der anderen Seite bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) im Sinne von möglichen Sanktionierungen und Kontrollen übergehen.

„Die geplanten und zum Teil bereits umgesetzten Neuregelungen im Zuge der Finanzkrise durch das Bundesfinanzministerium besitzen nachhaltigen Einfluss auf den Kapitalmarkt – und zwar sowohl für die Verbraucher, als auch für die Finanzdienstleister. Neben der erhöhten staatlichen Regulation, die den Schutz der Verbraucher im Sinn haben soll, müssen auch die Finanzdienstleister im operativen Geschäft einen Schutz durch Informationen erhalten“, so Andreas Eismann aus der Redaktion des Online-Portals Vertriebsnachrichten.de. „Aktuelle Informationen und praxisorientierte Wegweiser werden im Zuge der Reformen innerhalb des Kapitalmarktes und Finanzdienstleistungssektors nicht nur eine ökonomische, sondern parallel eine existentielle Bedeutung für das alltägliche Business bekommen. Alle Beteiligten in dieser Branche müssen mit offenen Augen und Ohren die rechtlichen Innovationen aufnehmen – ansonsten sind schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten keinesfalls auszuschließen.“

Somit bewahrheitet sich offensichtlich die Realität der Informationskultur auf der Meta-Ebene der gesellschaftlichen und politisch-ökonomischen Natur.

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.