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10.10.2011 | Nachrichten Navigator

Pläne | Der Topf und der Deckel

Im Zuge der bereits Ende September im Finanzausschuss des Bundestages eingebrachte Vorschlag zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes geht langsam in die richtig heiße Phase. Ein mögliches Datum zur umstrittenen Abstimmung der Neuregelung ist der bereits kommende 19. Oktober. Geplant ist eine gesetzliche Begrenzung der Provisionen von Vermittlern privater Lebens- und Krankenversicherungen.

Die Koalitionsparteien sehen in der "Provisionsdeckelung" die beste und notwendige Vermeidung der in der Vergangenheit von allen Seiten diskutierten "Provisionsexzesse". Zu den gesetzlichen Neuregelungen die bereits zum Jahresanfang 2012 in Kraft treten könnten, gehören vor allem die Beschneidung des Bezugs von Vermittlerprovisionen bei privaten Lebens- und Krankenversicherungen auf insgesamt acht Monate, sowie eine weitere Neuregelung, die den Vermittlern das Empfehlen eines Versicherungswechsels innerhalb der ersten Jahre nach einem getätigten Vertragsabschluss verhindert - der sogenannten Umdeckung - und die damit zusammenhängende Verlängerung bei Pause oder Kündigung der von zwei auf fünf Jahre, was eine Rückerstattung der Provision von Seiten der Vermittler in einem noch nicht festgelegten Umfang mit sich bringen würde.

Verbände wie GDV, der PKV-Verband und der Maklerpool BCA AG werden zu diesem Thema noch angehört und sich der Einschätzung des Bundesverbands Finanzdienstleistung wohl in aller Deutlichkeit anschließen. Der Bundesverband Finanzdienstleistung (AfW) kritisierte neben der durch die Regelung verstärkten und immer wieder angeführten, pauschalen Verurteilung der Finanzdienstleistungsbranche in Gänze, den durch die bisher geplante gesetzliche Neuregelung unangemessenen Eingriff in die private Autonomie.

Entgegen der verallgemeinerten Ansicht, dass die Branche generell exzessive Provisionen bezieht, erhalten die meisten tätigen Vermittler eher zu geringe Provisionen von Seiten der Produktanbieter. Einer Regulierung der tatsächlich vorhandenen unverhältnismäßigen Vergütung einzelner wird jedoch von den Verbänden flächendeckend unterstützt.

 

 

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