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09.09.2011 | Life Guide | Sein & Haben

Ohne Moos nix los | Absolut "Noma"

Exklusives und erstklassiges ist schön! Keine Frage. Wenn aber - wie bei unserem heutigen Empfehlungstipp - Hochklassigkeit ganz und gar (sic!) unprätentiös daherkommt, wollen wir einfach nur noch den Hut ziehen und, in dem Fall des  folgend vorgestelltem, voller Vorfreude genüsslich die Servietten entfalten. All diejenigen, die noch nicht mitbekommen haben, wo zurzeit das weltbeste Restaurant zu finden ist - und laut Juroren (800 Köche, Kritiker und Restaurantbesitzer) bereits im vorigen Jahr zu finden war - möchten wir an dieser Stelle einen Kurztrip in den Norden Europas zum Staunen und genießen empfehlen. Fahren Sie nach Kopenhagen und bestellen Sie ein Menu in dem mit zwei Michelin-Sternen prämiertem NOMA.

Titelverteidigung. In der Championsleague der Gastronomie. Wie gesagt: Chapeau. Der wohl bisher bekannteste ehemals weltbeste Speisetempel dürfte wohl trotzdem das spanische 'El Bulli' des "Professoren-Kochs" Ferran Adrià sein, das mit seiner Molekular-Küche für großes Aufsehen gesorgt hat.
Nun ist es also Dänemark. Und im Gegensatz zu dem spektakulären Vorgänger-Menus, die auch schon Mal als Kunstwerke und/oder Versuchsanordnung eingeschätzt werden durften, sind die Gerichte im NOMA vergleichsweise schlicht - aber eben Weltspitzenklasse. Und: Mit einem gehörigen Schuss Lokalkolorit.

Die Zutaten die Chefkoch René Redzepi, der auch schon im besagten 'El Bulli' kochte, für seine Gäste sammelt, aufbereitet, anrichtet und serviert kommen - und das ist das besondere (Erfolgsrezept) - vor allem aus der heimischen, nordischen Region. NOMA steht folgerichtig dann auch für das dänische "nordisk" (nordisch) und "mad" (Essen). Vor allem die Kräuter, Pflanzen und das Gemüse aus den dänischen Sümpfen und Wäldern finden Verwendung in den Gerichten: Von Wurzeln über Tannenzweignadeln bis hin zu Moos und beinahe Erde, sowie vielen weiteren eher unüblichen Naturgewächsen , aber natürlich auch Fisch, Fleisch und Muscheln der Region, finden Eingang in die besondere Küche des Herrn Redzepi und seines Teams.

Das Restaurant wirkt mit seinem in grau und weiß gehaltenen Interieur zunächst ebenso schlicht, wie manches Gedeck auf den Tischen: 2 Gläser und ein Blumenvase. Punkt. Tischdecke, Besteck und jeglicher Schnickschnack - Fehlanzeige. Der Minimalismus ist Programm. Das Blumengesteck in der Vase ist die Vorspeise. Und in dieser Art geht es dann auch weiter. Wir stoppen an dieser Stelle, da wir dieser besonderen "Nord-Natur-Koch-Geschmacks-Erfahrung" nicht Vorausgreifen wollen.

Wer auf den Geschmack gekommen und neugierig geworden ist, sollte jedoch drei Monate vor dem besonderen Hunger reservieren und für ein Abendessen in etwa mindestens 200 Euro einkalkulieren.

Nette Geste zum Abschluss


Apropos unprätentiös: Bei der ersten Ehrung zum besten Restaurant der Welt hatte der Tellerwäscher des NOMA aufgrund seiner Herkunft Visa-Probleme bei der Einreise nach London. Da er so nicht bei der Verleihung mit dabei sein konnte, hat das Team des NOMA kurzerhand sein unglaublich breit grinsenden Konterfei auf T-Shirts drucken lassen und bei dem doch eher Abendgesellschaftlichen Event getragen. Das T-Shirt kann man auf der Homepage übrigens immer noch erstehen. Es gibt halt doch noch tatsächliche und gelungene Geschichten mit dem berühmten Tellerwäscher.   

Impressionen und Informationen (auch besagtes T-Shirt) finden Sie unter: www.noma.dk

 

 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.