Der Autor

Weitere Artikel des Autors

Das Branchenbarometer 2017

Hin und weg | Würden Sie in die Ausschließlichkeit wechseln?

02.08.2010 | Life Guide | Sein & Haben

Nicht traumhaft, aber effizient | „Ich bin dann mal weg“

Inemuri heißt die beinahe schon traditionelle Art des japanischen Mittags- oder besser „Intermezzoschläfchens“. In der Übersetzung bedeutet es soviel wie „anwesend schlafen“ und ist das in diesen Breitengraden oftmals belächelte und zum Teil auch verpönte Verhalten japanischer Arbeitnehmer während einer U-Bahn-Fahrt, das man im Umkehrschluss wohl auch mit „abwesend Dasein“ übersetzen könnte. 

Längst gibt es andere Fachbegriffe für die kleine Siesta zwischendurch: Powernapping, Energieschlaf, Catnap und viele weitere Bezeichnungen deuten schon darauf hin, dass der Mittagsschlaf längst nicht mehr ausschließlich etwas für Oma und Opa, Herrn Takeshi Omuri in der Linie 2 oder Dolce-Vita-Hazardeure auf den Piazzas südländischer Gegenden ist. Wissenschaftliche Studien haben längst die Vorteile des kurzen Schlafes erkannt. In Asien und Amerika gehört der Catnap seit geraumer Zeit in den Arbeitsalltag der Büros. Auch in Deutschland haben (wenngleich auch wenige) Betriebe ihren Mitarbeitern Räumlichkeiten für die schnarchende Blitzerholung zur Verfügung gestellt. Laut Statistik nutzen nur ungefähr sechs Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Möglichkeit eines Nickerchens auf, vor oder unter dem Schreibtisch. Was hat es also mit dem kurzen Schlaf auf sich?

Im Grunde genommen kann man sagen, dass der so genannte Powernap (der keinesfalls länger als 20 Minuten dauern sollte) so etwas wie ein „Reboot“ bzw. „Neustart“ des Organismus und Bewusstseins ist. Amerikanische Studien belegen, dass sich die Leistungsfähigkeit nach einem kleinen und kurzen Erholungsschlaf um bis zu 35% steigert und Stressfaktoren signifikant entgegenwirkt. Eine andere groß angelegte Studie aus Griechenland bescheinigt den kurzen Ausschaltphasen eine Senkung des Risikos an Herzversagen zu sterben von circa 37%, bei Vollzeitbeschäftigten sogar um 64%.

Falls Sie jetzt hellwach geworden sind und die belebende Wirkung eines Energieschlafes versuchsweise selber ausprobieren wollen, um zu den „Ausgeschlafenen“ gerechnet zu werden, hier die wichtigsten Tipps und Informationen (übrigens: Die Mittags auftretende Müdigkeit ist keine Folge von nächtlichen Schlafstörungen, sondern in dem menschlichen Biorhythmus angelegt):

.      Der kurze Schlaf steigert Leistung, Konzentration, Reaktionsgeschwindigkeit und Kurzzeitgedächtnis, beugt Erschöpfung vor und soll sogar bei Gewichtsreduktion helfen.

.       Dauert der kurze Schlaf zu lang, tritt der Körper in die Tiefschlafphase ein. Die Folge: Nach dem Aufwachen fühlt man sich nicht erholt und frisch, sondern eher verwirrt (schlaftrunken), müde oder auch gereizt.

.       Von einer liegenden Position, oder gar einem Bett raten die Experten ab, da diese den Tiefschlaf fördern.

.       Tatsächlich schlafen muss gar nicht sein: Bewusstes abschalten für mehrere Minuten bewirkt ebenfalls die positiven Effekte.

.       Der Schlüssel-Trick: Setzen Sie sich in Ihren Bürostuhl, entspannen Sie sich und versuchen Sie einzuschlafen. Halten Sie vorher einen Schlüsselbund in Ihrer Hand. Bevor der Körper in die Tiefschlafphase wechselt entspannen sich die Muskeln, der Schlüssel fällt, Sie sind wieder da.

.       Klären Sie Ihr Vorhaben mit Ihrem Chef :)

Wir wünschen viel Erfolg und wahlweise Guten Morgen oder Gute Nacht. Erholen Sie sich gut.

 

<- Zurück zu: Vertriebsnachrichten

Multimedia

Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.