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26.08.2013 | Meisterklasse | Von den Besten das Wichtigste

Neinsagen will gelernt sein

Der Terminkalender platzt aus allen Nähten, die To-Do-Liste wird immer länger und schon wieder bürden wir uns mit einem „ja“ noch mehr Arbeit auf. „Nein sagen“, das wär`s, doch das fällt den meisten Menschen schwer.

Das „Ja“ kommt leichter über die Lippen.

Situationen, wie diese kennt fast jeder von uns, denn die Bereitschaft, die eigenen Bedürfnisse denen anderen unterzuordnen, ist gar nicht so selten. Vor allem im Job sagen wir oftmals nicht das, was wir gerne würden. Aus Angst vor Konflikten, Zurückweisung oder Konsequenzen am Arbeitsplatz kommt sehr vielen Menschen ein „Ja“ über die Lippen, wo sie eigentlich „nein“ meinen.

Hinter diesem Akt der Selbstverleumdung steckt oftmals eine leidvolle Erfahrung. Viele „Ja-Sager“ haben sehr früh in ihrem Leben das Nein als schlechtes, als destruktiv und bedrohlich erlebt. Dabei ist ein „Nein“ nichts von Grund auf negatives, denn wie so oft, macht auch hier der Ton die Musik. Ein freundliches aber bestimmtes „Nein“ sorgt nicht nur dafür, dass wir uns besser fühlen und wir zufriedener sind, es macht auch selbstbewusster. Aber vergessen Sie dabei nicht, dass es auch Situationen gibt, in denen es auch mal besser ist „Ja“ zu sagen.

Vorsicht vor der „3-A-Falle“

Stellen Sie sich einmal vor, jemand tritt mit einer Forderung, einer Bitte, einem Wunsch an Sie heran und verhält sich schlichtweg unangemessen, vielleicht sogar beleidigend. Sie registrieren durchaus, dass Ihnen das nicht gefällt, dass sich Widerstand in Ihnen regt. Doch es fällt schwer, klare Grenzen zu setzen. Schnell könnten Sie jetzt in die sogenannte „drei A-Falle“ geraten:

Vielleicht gehen Sie in die „Anpassung“ und sagen „ja“, obwohl Ihnen nach „nein“ zumute ist. Sie tun das meist um des lieben Friedens Willen und um die Beziehung nicht zu gefährden. „Nur keine Konflikte“ ist hier die Devise. Oder Sie wählen den „Angriff“ und sagen aus Wut und Enttäuschung auf eine Art und Weise „nein“, mit der sie genau das erreichen, was sie vermeiden wollen. Sie verletzen den anderen und schaden damit der Beziehung. Oder aber, Sie wählen die dritte A-Strategie, das „Ausweichen“. Um nichts falsch zu machen, sagen Sie lieber gar nichts und zeigen ein Pokerface. In ihnen mag es brodeln vor Wut und Enttäuschung, doch niemand bekommt davon etwas mit.


Den Teufelskreis durchbrechen:

Die drei Strategien sind eng miteinander verwoben. Meistens beginnt es damit, dass wir uns anderen anpassen. Und diese, unsere eigene Entscheidung, nehmen wir diesen Personen irgendwann übel. Nachdem wir unsere Gefühle eine Weile unterdrückt haben, kommt der Punkt, an dem wir plötzlich explodieren.

Die Folge sind Schuldgefühle wegen unseres zerstörerischen Angriffs und eine erneute Anpassung oder ein erneutes Ausweichen – und irgendwann eine erneute Explosion. Ein Teufelskreis, den wir nur unterbrechen können, indem wir uns vor einer Antwort ein wenig Bedenkzeit zu nehmen, um dann zu sagen, was wir wirklich meinen und das kann auch mal ein klares aber freundliches „Nein“ sein.

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.