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01.09.2009 | Nachrichten Navigator

Nach der Wahl ist vor der Wahl | Provisionen abschaffen?

Viel wurde in den vergangenen Monaten über Honorarberatung und Provisionsvertrieb diskutiert. Wohin die Reise ist noch unklar, aber die Politik hat die Finanzvermittlung im Visier. Änderungen werden über kurz oder lang kommen. Die Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen haben noch mal richtig Spannung in Bundestagswahlkampf gebracht. Nicht nur in der Politik auch in der Branche wird viel über die Zukunft des Finanzvertriebs diskutiert. Besonders eine Studie der Unternehmensberatung Evers & Jung (http://tk.eversjung.de/www/downloads/Studie_Finanzvermittler.pdf) vom März 2008 hat für Aufsehen gesorgt. Auch 1,5 Jahre nach Veröffentlichung der Studie ist der Diskussionsbedarf noch nicht abgeklungen. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) wurde vorgeworfen, sich mit besonders viel Verve der Regulierung der Finanzvermittlung zu widmen, um sich so zu profilieren. Ob Ilse Aigner nach der Bundestagswahl Verbraucherschutzministerin bleibt, ist ungewiss. Um den Vermittlern dennoch schon jetzt allzu große Befürchtungen für die Zeit nach der Bundestagswahl zu nehmen, hat der AfW (Bundesverband der finanzdienstleistenden Wirtschaft) den Parteien im Bundestag ein paar Fragen zu wichtigen Diskussionspunkten gestellt. Die Antworten der Parteien hat der AfW zusammengefasst. (http://www.afw-verband.de/images/stories/afw_wahlpruefsteine_2009_auswertung.pdf).

Einige Politiker und Verbraucherschützer fordern die Abschaffung des Provisionsvertriebs und sehen darin eine (Mit-)Ursache der Finanzkrise. Die Branche wehrt sich gegen die Vorwürfe bezüglich Provisionsvertriebs und sieht in der Honorarberatung keineswegs die Lösung aller Probleme. Nicht jeder Versicherungskunde sei bereit, Stundensätze von 80 bis 150 Euro zu zahlen. Honorarberater hingegen loben die Qualität ihrer Kunden (in der Regel Akademiker) und die gute Akzeptanz auf Seiten der Kunden. Im Gegenzug sind die Vorzüge der Honorarberatung bei der breiten Masse noch nicht angekommen. Egal wie die Bundeswahl ausgehen wird, die Finanzvermittlung bleibt auf der Agenda der politischen Parteien. Denn dort ist aus Sicht der Politik im Zuge der Finanzkrise zu viel Porzellan zerschlagen wurden und zu viel Vertrauen verloren gegangen. In den nächsten Jahren werden sich Finanzvermittler auf Änderungen einstellen müssen, ohne dass niemand momentan schon genau sagen kann, wie diese Änderungen genau aussehen werden.

 

-       Warten Sie nicht erst, bis die Politik neue Regulierungen bestimmt, sondern
         versuchen Sie schon jetzt bezüglich Transparenz so aktuell wie möglich
         zu sein. Transparenz wird vom Kunden geschätzt, egal nach welchem
         Vertriebsmodell Sie arbeiten.

 

-       Denken Sie über einen Wechsel in die Honorarberatertätigkeit nach.
        Haben Sie bereits die passende Klientel oder können Sie sie recht schnell
        aufbauen, lohnt sich der Wechsel. Auch die Politik macht aus ihrer Sympathie
        für dieses Vertriebsmodell keinen Hehl, auch wenn eine Abschaffung des
        Provisionsvertriebs derzeit noch nicht in Sicht ist.

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