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27.08.2013 | Life Guide | Sein & Haben

My Caravan is my castle | Raus auf Rädern

Nein, wie uncool? Galt doch Jahrzehnte das gemeine Wohmobil oder gar der Wohnwagen als Inbegriff muffigen Altherrenhobbys, so scheinen sich die Einstellungen zur ehedem spießbürgerlichen Freizeitgestaltung gewandelt zu haben und vieles was noch unlängst als altbacken galt, beflügelt nunmehr eine neue, mobile Avantgarde: In Zeiten wo Schrebergärten in den deutschen Metropolen unlängst als begehrtes Refugium auftrebender Hipsrter Familien aus Prenzel- und Kreuzberg gelten, da scheint auch die Idee vom Haus auf Rädern eine neue, ersichtliche Renaissance in der Beliebtheit zu erfahren.

Sein und Schein: Frisches Design gepaart mit innovativen technischen Konzepten könnten das „Haus am Haken“ zu einer neuen Begehrlichkeit führen und die sinkenden Umsätze der Caravan Branche ausbremsen. So hat die Firma Knaus Tabbert mit dem Caravisio ein Wohnwagen-Konzept vorgestellt, das den mobilen Zeitgeist ebenso erfassst, wie den Anspruch an technische Finesse und Style.

Multifunktionale Sitzgruppe für Arbeit und Privates

Eine der Strategien von Caravisio ist es, Standards und Komfortmerkmale aus dem Reisemobil auf einen Wohnwagen zu übertragen. Aus diesem Grund schließt sich ein echtes Raumbad an die „Bugkanzel“ an. Dusche und Waschraum verfügen über eine intelligente Wassersteuerung mit Speicherfunktion, die jeweils per Touch-Display bedient wird. Der eigentliche Wohnraum entwickelt sich zum offenen Heck, mit anschließender Veranda. Er ist ausgeprägt wie der Salon einer Yacht. Die Sitzgruppe lässt sich mit einem Handgriff von der bequemen Lounge in ein modernes Arbeitszimmer verwandeln. Außerdem sind die Polster luftgefedert und können stufenlos reguliert werden, um eine möglichst ergonomische Sitzposition zu gewährleisten. Laptop oder Tablet finden hier Anschluss an die Infrastruktur des Fahrzeugs und können so sicher geladen und verstaut werden. Das Design der Sitzgruppe ist in einer hochmodernen Farbkombination gehalten, die blaue Ziernaht ist wieder ein Verweis in die Welt der Yachten. Das Color und Trim des Interieurs entspricht den neuesten Trends aus dem maritimen Interieur: helle Eiche, weiße Lackfronten in matt, kontrastierende schwarze Glasflächen, ein dunkler Schiffsparkettboden in Wenge.

Beamer in der Decke für „Public Viewing“

Die Decke ist mit dunklem Textil bespannt und gibt dem Interieur eine ganz besondere Atmosphäre. Gleichzeitig dient sie zur besseren Luftverteilung der Klimaanlage von oben. Integriert in die Decke ist darüber hinaus ein Full HD-Beamer, der sein Bild auf die Glasschiebetüre im Heck projiziert. Wenn gewünscht, kann das Bild durch den Beamer gespiegelt werden und ermöglicht so ein „kleines Public-Viewing“ mit Nachbarn auf der Heck-Veranda. Die Milchglasschiebetür schließt den Wohnraum nach außen hin ab, Doppelverglasung isoliert und sichert den Raum. Je nach Bedarf können die Glasscheiben über die App auch auf Klarglas umgestellt werden. Die Veranda wird für die Fahrsituation hochgeklappt und bietet Platz für zwei Pedelecs. Das Ladesystem für die Akkus der Räder ist im Seitenkoffer des Hecks integriert und hält via Induktion die Batterien ständig im geladenen Zustand. Das Sonnendach im Heck wird per Fernsteuerung nach unten gefahren und verwandelt sich zur schützenden Persenning. Die Fahrräder sind vor Regen, vor der Fahrzeuggischt und vor den Blicken der anderen geschützt.

Automotives und aerodynamisches Exterieur

Das Exterieur ist hoch emotional angelegt. Automotive Details erzeugen ein Zusammenspiel mit dem Zugfahrzeug, dass ein außergewöhnliches Gespann entstehen lässt. Intensive Untersuchungen im Windkanal haben den Grundshape des Caravans geformt. Die charakteristische Seitensilhouette lässt die Strömung bis zum Heckspoiler laminar anliegen. Der Bug ist dank Bettenpositionierung gepfeilt ausgeführt, was den Anströmwinkel günstig beeinflusst. Die C-Säulen im Heck sind stark nach innen gezogen, wodurch die Wirbelschleppe deutlich reduziert wird. Alle aufbauenden Elemente auf dem Dach sind in die Decke integriert, so dass sowohl aerodynamisch, als auch optisch erstmals eine optimale Lösung geschaffen wurde. Große Rangiergriffe im Bug und Heck erinnern ebenfalls an Elemente einer Yacht. Die Seitenschürzen und alle anderen bodennahen Teile sind als graue Kunststoffteile ausgeführt, was beim Absenken des gesamten Fahrzeuges in die Wohnsituation vor Beschädigungen schützt.

Ob und wann das smarte Rollhaus in die Serienproduktion geht, das vermag derzeit der Hersteller Knaus Tabbert nicht zu sagen und augenscheinlich möchte man es vielleicht bei der Studie belassen. Schade eigentlich. 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.