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09.03.2015 | Life Guide | Sein & Haben

Made in Germany | Der Gin des Lebens

Passend zu Feierabend oder Wochenende kommt dieser Geselle gerne mal an den Tisch und lässt die harte Arbeitswoche ganz schnell alt aussehen. Dabei ist er selbst schon in einem hochbetagtem Alter, was ihn aber nicht davon abhält, beim nächtlichen Liquiditätsranking seit geraumer Zeit ganz oben bei der Beliebtheit quer zu allen Generationen zu stehen. Klar: Die Rede ist vom guten, alten und modernen Wacholderschnaps, oder kurz: Die Rede ist von dem Gin.

Der Gin ist ein echter Karrieretropfen: Seit dem 18. Jahrhundert ursprünglich in Holland destiliert, rangierte der Gin vor allem in den - nennen wie sie: niederen Schichten – innerhalb der Bevölkerung; und hier vor allem bei den Briten. Da der Gin sich jedoch einer so immensen und dauerhaften Nachfrage erfreute, sah sich die Krone im Jahre 1791 gar zu dem so genannten Gin Act gezwungen, der Steuererhöhungen des Destillats, sowie höhere Qualitäts- und Herstellungsstandards gesetzlich verankerte. Da nun Preis und Anspruch eine gewisse Hochgradigkeit an den Tag legten, begann der soziale Aufstieg des Gin aus den Hinterhofspelunken mit selbstgebauten Destillen, hoch in die Upper Class, bis er heute auch gerne mal das Glas von Queen Mum an schönen Nachmittagen besuchte. Eine Bilderbuchkarriere.

Wer nun aber glaubt, dass der richtig gute Tropfen von der Insel kommen muss, der täuscht sich. An der Rezeptur wird seit nunmer fast 250 Jahren getüftelt, gewerkelt, herumgefeilt, experminetiert und verkostet. Der englische „SupermarktGordon“, den wohl alle kennen, ist in sachen Genever gerade mal der Beginn der Fahnenstange (sic!).

Vor allem Hierzulande sind in den letzten Monaten und Jahren einige private Destiellerien groß geworden, die dieses Wachstum auch völlig zurecht ereilt hat. Geschmack, Innovation, Qualität und die Liebe zum Produkt haben so aus kleinen Privatbrennereien eroflgreiche Geschäfts- und Vertriebsmodelle geformt. Hier nur ein paar Beispiele zum Lesen und/oder Tipps zum selbst probieren:

Monkey 47 – 47 Zutaten in einer Mühle im Schwarzwald von einem ehemaligen Buchverleger und Ex-Mobilfunkkonzernmitarbeiter erträumt, erprobt, gegründet. 2011 zum besten Gin der Welt gekürt (und ja: Von den Briten).

049 – 49 Prozent. Ein junger Brand aus der westlichen Provinz. Die 49 steht auch für die Postleitzahl des Anbau- (einiger verwendeter Zutaten) und Herstellungsgebiets. Nach Angaben der Hersteller ist das prozentuale Ergebnis im Geschmack wie die Menschen und die Landschaft der Gegend: Kernig.

Duke und Feel – Die bayovarische Antwort auf das bisherige Heimatsortiment. Zum Teil mit Hopfen und Malznote, als zünftiges und schmackhaftes Tribut an die Ursprungsregion rund um München.

Omen – Die echte „Ahoi-Brause“ (wenn denn mit Tonic genossen) aus Hamburg. Ein Mode- und Designstudent expermintierte in der heimischen Küche und ist zwischenzeitlich auf dem Markt angekommen.

Das sind nur einige Besipiele, wie der Klassiker pur, als Longdrink oder als Grundlage für Martintis in Deutschland derzeit seine gefühlte 12. Sturm und Drang-Phase erlebt. Für Menschen, die dem Feierabendgenuss mit alkoholischen Getränken nicht abgeneigt sind, empfehlen wir einfach mal einen Besuch im bewährten Stammlokal mit einer kleinen (nicht übertriebenen Degustation) der neuesten, leckeren und (wenn vorhanden) heimischen Tropfen. Gurke rein und gut! Eine ginvolle Abendbeschäftigung.

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