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26.09.2017 | Life Guide | Sein & Haben

Lach mal wieder!

Humor und Lachen sind wesentlich für unsere seelische Gesundheit verantwortlich. Wenn wir „nichts mehr zu lachen“ haben, uns sprichwörtlich „das Lachen vergeht“ oder gar „im Halse stecken bleibt“, ist es höchste Zeit, innezuhalten und das Leben neu zu überdenken. 

Lachen wir oft genug? Vor 40 Jahren, so fanden Forscher heraus, haben die Menschen noch drei Mal mehr gelacht als heute. Auf nur noch 15 Mal Lachen oder Lächeln pro Tag bringen es Erwachsene im Schnitt! Kinder sind deutlich fröhlicher – und auch glücklicher. Sie lächeln oder lachen täglich durchschnittlich 400 Mal. Und wir Erwachsenen, warum gehen wir so bierernst durchs Leben? Wäre es nicht an der Zeit, ausreichend Gründe zum Lächeln und zum Lachen zu finden? Schon alleine deswegen, weil Lachen wie Balsam für Körper, Geist und Seele ist!

Anatomie des Lachens

Der Atem wird schneller und das Herz rast. Die Luft schießt mit hunderten von Stundenkilometern aus dem Mund. Die Nasenlöcher werden deutlich größer, die Stimmbänder schwingen wild. Die Finger werden feucht. Das Zwerchfell hüpft. Die Beinmuskeln erschlaffen, und die Knie werden weich. Die Augen verengen sich zu Schlitzen. Die Blasenmuskulatur legt eine Pause ein. Adrenalin und Kortisol nehmen bei Gelächter ab. Das Glück in Form von Endorphin sorgt für Entspannung. Verdauung und Stoffwechsel werden angekurbelt. Das Herz-Kreislauf-System, das Zwerchfell, die Gesichts- und Bauchmuskeln werden angeregt. Die Lunge transportiert drei bis viermal so viel Sauerstoff. Auch das Herz und das Immunsystem werden gestärkt. Der Jochbeinmuskel zieht die Mundwinkel nach oben.

Siebzehn Muskeln im Gesicht und achtzig im ganzen Körper arbeiten auf Hochtouren. Es ist der lustigste Gewaltakt im Menschen. Unser Lachen!

"Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag"

Das sagte Charlie Chaplin. Durchschnittlich dauert ein Lacher ca. zwei Sekunden und sieben Haha-has. Diese Zeit kann sich jeder! nehmen. Männer lachen mit mindestens 280 Schwingungen in der Sekunde. Frauen sogar mit 500 Schwingungen in der Sekunde. Ein vollkommenes und echtes Lachen ist ein Reflex. Es wird in der Gehirnregion ausgelöst, die deutlich älter ist als das Sprachzentrum. Forscher haben sich vor langem schon der Erheiterung angenommen. Gelotologie nennt man dieses Spezialgebiet, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet die „Lehre vom Lachen“. Das ist doch einmal eine Wissenschaft, die Spaß macht! Manche Gelotologen glauben deshalb, dass das Lachen früher eine Form der Kommunikation war. Aus dem Fletschen der Zähne soll es entstanden sein, aus einer eindeutigen Drohgebärde also. Ein gesundes Gebiss, mit dem man auch morgen noch kraftvoll zubeißen konnte, war ein Zeichen für Kraft und schlug Feinde mit eher löchrigen Kauleisten in die Flucht. Innerhalb einer geselligen Gruppe war das Lachen aber immer schon ein Zeichen der Sympathie, das die Gemeinschaft miteinander verbindet. 

 

Die vielen Gesichter des Lachens

Das Lachen hat viele Facetten. Man lacht vor
 Freude, aus Albernheit oder Erleichterung. Man lacht sich kaputt, wenn etwas komisch ist. Man schmunzelt, man kichert, man grinst, man platzt heraus, brüllt auch vielleicht einmal vor lachen. Und es hat auch seine bösen Seiten, das Lachen. Dann kann es höhnisch, verächtlich und gemein klingen. Aber das ist eine andere Thematik. Hier geht es um das echte, das wahre Lachen, jenes, das nur gesund ist und auch gesund macht. Diese Tatsache machen sich auch die Clinic-Clowns zunutze, die mit ihren roten Clowns-Nasen das Lachen und damit die Freude in Spitäler bringen. Eine Minute lang zu lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining! So ganz nebenbei ist es auch ein gutes Körpertraining. Denn 20 Sekunden lachen entsprechen in etwa drei Minuten intensivem Rudern! Haben Sie das gewusst? Das heißt: Nach einem ausführlichen Lachkrampf ist man also nicht nur zufriedener, sondern auch noch topfit. Ein lustiges Training, das ich nur empfehlen kann! 

 

 

Lach-Yoga
„Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind, wir sind glücklich, weil wir lachen“, meinte Madan Kataria. Er hat Lach-Yoga, eine Kombination aus Dehn- und Atemübungen, weltweit berühmt gemacht. Entstanden ist das Lach-Yoga 1995 in Indien. Inzwischen gibt es über 5000 Clubs weltweit.Humor brauchen Sie dafür grundsätzlich nicht. Denn nach Katarias Theorie ist es völlig egal, warum man lacht. Hauptsache, man tut es. Blickkontakt und Gruppendynamik sollen dabei helfen, ins Lachen zu kommen und in diesem Zustand zu verweilen. Und weil man nicht gleichzeitig denken und lachen kann, wirken sich die Yoga-Übungen dieser besonderen Art natürlich auch auf den Geist aus. Es macht den Lachenden glücklicher, kreativer und spontaner. Ohne Witz! Deswegen die ausnahmsweise ernsthafte Frage an Sie: Wann haben Sie zuletzt aus ganzem Herzen gelacht? Was! Schon so lange nicht mehr? Dann ist es höchste Zeit, sich mal wieder so richtig kaputt zu lachen und dabei zu wissen, parallel etwas für die Gesundheit getan zu haben. Da richtig witzige Situationen nicht immer dann auftreten, wenn wir sie gerade wollen oder brauchen, lade ich Sie ein, einfach loszulachen! Ja, jetzt und sofort, spontan und ohne Grund. Probieren Sie es aus. Sie werden feststellen, Lachen ist tatsächlich ansteckend. Auch das eigene!   Und vergessen Sie nicht: „Jedes Mal, wenn ein Mensch lacht, fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu.“ Von Curzio Malaparte
 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.