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02.08.2011 | Life Guide | Sein & Haben

Kurze Cuisine-Kunde | Überreiben, aber richtig

In der gehobenen lukullischen Verköstigung verhält es sich bei unserer heutigen kleinen Informationsvermittlung nicht um einen Gegenstand respektive ein Deluxe-Lebensmittel, auf das man von den Kennern der Branche erst mit der Nase draufgestoßen werden muss. Das übernimmt in der Regel und nach alter Überlieferung ein gewisses Borstentier im Vorfeld. Ein jeder hat von der Edel-Verfeinerung schon einmal gehört, verkostet indes, haben es die Wenigsten. Sicher haben bereits jetzt einige schon den richtigen Riecher bewiesen und wissen zwischenzeitlich das unser heutiger Exkurs in Sachen gastronomischer Kultur von der kleinen, feinen und nicht ganz günstigen 1.Klasse-Zutat - der Trüffel - handelt. Aber nicht bei allem, wo Trüffel draufsteht (und somit auch eine gewisse preisliche Auszeichnung mit sich bringt) ist im Endeffekt auch der wahre Jakob unter den Knollen zu finden. Also Obacht - und weiter lesen.

Zunächst: Die Borstentiere, also Schweine (und zwar weibliche), werden schon seit langer Zeit nicht mehr zum Finden der edlen Pilze eingesetzt. Zwar haben sie aufgrund des von der Trüffel verströmtem Sexualduftstoffs des männlichen Schweins (also Eber), ein gute Quote, sind aber beim Ausbuddeln des High-Quality-Schlauchpilzes zu ungeschickt, was zu verheerenden Verlusten bei dem Objekt der Begierde (also der Trüffel) führte. Heute werden meist abgerichtete Hunde für die Freilandsuche eingesetzt.

Zu dem Trüffelarten die mit gutem Gewissen für ein besonderes Geschmackserlebnis (und auch Preiserlebnis) im Luxusrestaurant der Wahl ordern darf, gehören vornehmlich die - laut aktueller Ausgabe des Duden heißt es nicht "der" -  weiße Trüffel Tuber magnatum Pico (auch Alba-Trüffel oder Piemont-Trüffel) und der schwarze Trüffel Tuber melanosporum Vitt..

Der Geschmack der Trüffel ist relativ schwer zu beschreiben und unterscheidet sich je nach Art. Nussig und erdig könnten als allgemeine Aromarichtungen ohne Gewähr genannt werden. Während schwarze Trüffel in kleine Streifen geschnitten und zu Fleisch, Fisch, Gemüse und Käse serviert werden, wird der weiße Trüffel meist als Edelzugabe über Pastagerichte oder ähnliche Speisen gehobelt. Der Preis richtet sich vor allem nach Größe. Jahreszeit, Form, Vorkommen und Nachfrage. Der edle "weiße" kann dann schon einmal bis 10.000 Euro das Kilo kosten.

Apropos Kosten: So richtig dekadent kann man den Trüffel in dem New Yorker Restaurant "DB Bistro Moderne" auf einem Hamburger probieren. Für schlappe 120 Dollar kann man hier einen "echten" Big Mac bestellen.

Übrigens: Die Sache mit der Schokolade ist eine gänzlich andere Baustelle.

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.