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01.03.2011 | Life Guide | Sein & Haben

Gut gestellt mit Durchblick | Die richtigen Shades

Es scheint endlich... und auch so weit zu sein. Die Sonne hat ihren Tarifstreik beendet und kommt wieder zurück ans Firmament um die besseren Tage des Jahres einzuleiten und zu begleiten. Und wenn erstmal wieder Helle auf Erden herrscht, kann das in der Folge eigentlich nur eines bedeuten: Verdunklung muss her - und zwar mit Stil, Historie und Eleganz.
Das sollte man an dieser Stelle keinesfalls falsch verstehen. Sonne, Sommer und Licht sind vorrangig absolut begrüßenswerte Erscheinungen - aber zudem auch die Grundvoraussetzungen, das wohl beliebteste Accessoire der lichtdurchfluteten Monate aus der Vermottung zu retten. Die Rede ist selbstverständlich von der perfekten Sonnenbrille. Perfekt: Darunter geht es nicht.
Weder die vor vielleicht zwei Jahren eventuell angesagten weißen Sonnenbrillen, die im Berliner Bezirk Mitte von Neuzugezogenen Gassi geführt wurden, oder die Armani und Dolce-Gabbana Fraktion, die Overstatement als Understatement ansieht (ganz im Sinne von Unten ist das neue Oben, oder sehr viel richtiger: Teuer ist das neue billig) können wirklich Pluspunkte in Sachen Souveränität, Stil und "Savoir" sammeln. Wer wirklich Ahnung hat, der hat das Original vor Augen. Nicht DG, sondern OG:

Die Initialen OG stehen für Oliver Goldsmith. Besagter Herr Goldsmith, ein Mitarbeiter eines kleinen Optiker-Unternehmens in England, war der erste, der die Sonnenbrille im großen Stil dem Licht der Welt aussetzen wollte. Aus diesem Grund fragte er anno 1926 einen befreundeten Knopfhersteller, ob dieser ihm nicht Brillengestelle, zwischen Extravagant und zeitlos, aus Acetatplatten anfertigen könnte. Goldsmith passte im Anschluss noch ein paar verdunkelte Gläser ein – und der Mythos ward geboren. Ob die Stones oder Audrey Hephburn in dem berühmten Frühstücksfilm: Die OG-Sonnenbrille aus dem Hause Goldsmith fand direkt nach ihrer Innovation und vor allem in den Swinging Sixties reißenden Absatz. Wie es in der ökonomischen Welt aber nun einmal zugeht, fand die Geschäftsidee mit den dunklen Brillen auch bei anderen Wettbewerbern fruchtbaren Nährboden, was für die OG aufgrund des nunmehr umkämpften Markts das Aus bedeutete. Die Firma Goldsmith musste Konkurs anmelden.
Ein paar Jahrzehnte später belebte die Urenkelin von Gründer Oliver Goldsmith das Geschäft aufs Neue - in alter Qualität. Acetat ist weiterhin der Stoff aus dem diese Brillenträume gefertigt werden, was das Verdunklungsgerät erster Wahl im neuen Jahrtausend ins rechte Licht und auf die Nasen stilsicherer "Daywalker" rücken lässt.

P.S.: Als wirklich, wirklicher Erfinder der Sonnebrille gilt übrigens der römische Kaiser Nero, der sich bei Gladiatorenkämpfen einen Smaragd vor die Augen gehalten haben soll, damit ihn das Sonnenlicht nicht blende. So etwas, kommt natürlich auch nicht wirklich aus der Mode.

 

Bildquelle: www.olivergoldsmith.com

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