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05.10.2011 | Life Guide | Sein & Haben

Geschmackssache: Volltreffer | Sieger nach Punkten

Der Kenner weiß: Es ist eine Disziplin zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen Philosophie und purer Natur, zwischen Geschmack, Aroma und wieder Geschmack. Ganz klar, es geht um die Weinverkostung. Oder genauer: Es geht um die erlesensten Weine und einer Benotung derselben, der man Gehör und Vertrauen schenken darf.

Es ist ja bekanntlich auch nicht so einfach die olfaktorischen Eindrücke, das Unami, den Abgang mit den vorhergehenden Bouqueteigenschaften (ob adstringierend oder auch nicht) und Vokabeln wie animalisch, charmant oder doch eher grasig oder samtig zweifelsfrei einzuordnen und eine Kaufentscheidung abzuleiten - ganz gleich ob man studierter Önologe oder fachlich versierter Sommelier ist. Der eigene Geschmack ist und bleibt die Hauptsache. Hilfe gibt es aber trotzdem.

Drei Namen für eine zunächst gelungene Einschätzung des feinen Tropfens mit dem potenzieller Fei... oder besser: Wein-Schmecker liebäugelt, sind hier in erster Linie zu nennen: Parker, Johnson und Robinson

Der US-Amerikaner Robert Parker ist derzeit, der wohl einflussreichste Weinkritiker auf dem Planeten. Vor allem sein eingeführtes 100-Punkte-System zur Gesamtbenotung eines Weines, wobei 90 PP (Parker-Points) bereits ein guter, 100 Parker-Points den perfekten Wein-Wert definieren, hat sich aufgrund seiner klaren und einfachen Struktur vor allem bei den "Grand Crus" aus Bordeaux weltweit durchgesetzt.

Hugh Johnson aus Großbritannien setzt im Gegensatz zu Parker nicht auf numerische Systeme, sondern auf die Vermittlung durch wohl formulierte, poetisch-analytische Sprache. Seine besondere Kenntnis im Bereich der Dendrologie (i.e.: die Lehre von Bäumen und Gehölzen) trägt zu seinem Erfolg auch sein Scherflein bei. Der jährlich erscheinende Kleine Johnson (aber auch der Große Johnson) sind, nach Verlagsangaben, die meistverkauften Weinführer der Welt.

"Last but not least" wäre da noch die ebenfalls britische Weinkennerin Jancis Robinson zu nennen. Die Kritikerin ist vor allem auf dem Gebiet der verschiedenen, verwendeten Rebsorten die Spezialistin im "cosmo di vino" und schreibt eine wöchentlich erscheinende Kolumne in der Financial Times.

Wer auf diese drei (oder eine/n von ihnen hört) hört, hat zumindest eine anerkannte Stimme in der weiten Welt des Weines auf seiner Seite. Das allerwichtigste bleibt jedoch immer - der eigene Geschmack. Und es gibt ja nun wirklich auch Schlimmeres, als hoch- und erstklassige Weine bei einer gelungenen Degustation selbst zu verkosten und für sich zu entdecken. In diesem Sinne: Santé.

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