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25.03.2014 | Life Guide | Sein & Haben

Für Hochzeiten und den Todesfall

Gestorben wird bekanntlich immer. Und irgendwer muss auch stets heiraten. Trauer oder Freude sind groß, nur was soll man anziehen? Wer bekleidungstechnisch alles richtig machen will sollte in Sachen Dresscode einigermaßen fit sein. Black Tie, Cut, Morning Suit, White Tie... was bedeutet das und wann zieht man was am besten an?

White Tie: Nicht nur ein Bräutigam darf einen Frack tragen. Wer es festlich mag, ist mit diesem Kleidungsstück ganz weit vorne.
Eine schwarze einreihige Frackjacke, eine weißen Fliege und die weiße Weste bilden das Ensemble. Wer beim Frack Knöpfe zum schließen der Jacke sucht, schaut vergebens. Man trägt sie offen. Im Gegensatz zum Smokinghemd, ist das Frackhemd einmanschettig. Dazu sind schwarze, glatte Lackschuhe ein absolutes Muss. Die Armbanduhr muss zu Hause bleiben, stattdessen runden Taschenuhr mit Kette und Zipf das Outfit ab. Die adäquate Kopfbedeckung ist der Zylinder. Damen tragen dazu ein langes Abendkleid. Doch aufgepasst: Es sollte schon aus der schriftlichen Einladung hervorgehen, dass ein festliches Outfit erwünscht ist. Ansonsten ist der White Tie schnell Kategorie overdressed.

Black Tie: Ein dunkler Anzug mit schwarzer Krawatte ist für die meisten Anlässe schon einmal nicht schlecht, wenn es aber heißt „Abendgarderobe“ oder „Black Tie“ so ist diese Kombination nicht gemeint, sondern der Smoking. Jener ist die weniger festliche, aber immer noch förmliche Variante des Fracks. Hiermit liegen Sie bei einem Hochzeitsdinner genauso richtig wie bei einem formellen Theaterbesuch. Zum Black Tie gehört ein weißes Smokinghemd mit Kläppchenkragen und Doppelmanschetten für Manschettenknöpfe. Dazu trägt man eine schwarze, nicht zu große Fliege sowie eine schwarze Weste oder einen Kummerbund. Für den letzten Schliff sorgen statt verdeckter Knopfleiste im Hemd drei Smokinghemdknöpfe. So kommt James Bond auch daher. Glatte, schwarze Lederschuhe runden den Smoking nach unten hin ab. Damen tragen dazu ein langes Kleid oder ein elegantes Cocktail-Kleid. Doch Vorsicht: Der Smoking wird nicht vor 18 Uhr getragen.

Cut: Tagsüber ist der Cut oder auch Stresemann, beziehungsweise im anglikanischen Gegenden Morningsuit genannt, angesagt. Das Pendant zum White Tie wird in der Regel nur bis 17 Uhr getragen. Im traditionsreichen England ist dieses Kleidungsstück auf Hochzeiten, Beerdigungen oder Pferderennen nicht wegzudenken. Ein schwarzer Gehrock wird mit einer grau gestreiften Hose kombiniert. Eine einreihige Weste, sowie ein weißes Hemd mit Krawatte vervollkommnen das Ensemble. Bei Beerdigungen ist die Krawatte schwarz und die Weste hellgrau. Ansonsten ist der Cut das einzige klassische Kleidungsstück, wo ein wenig Farbenphantasie gezeigt werden darf. Statt hellgrauer Weste und Krawatte schimmern diese mitunter in den abenteuerlichsten Farben. Und auch Muster oder Embleme sind zumindest in England nicht unüblich.
Damen tragen dazu ein klassisches Kostüm mit Hut. Der bleibt im Gegensatz zum Zylinder der Männer auch in der Kirche auf dem Kopf. Je größer und prächtiger der Hut, desto besser. Es verlangt schon viel Artistik des Mannes, diesen beim Busserln nicht zu tangieren. Für Ungeübte empfiehlt sich da der Handkuss. Es sieht auch viel galanter aus.

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