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12.04.2010 | Life Guide | Sein & Haben

Ein schwimmender Mythos | Ahoi

Es gibt Boote, Schiffe, Yachten, Jollen…aber es gibt nur einen Namen der Eleganz, Stil, Glamour und ein wenig Dekadenz in sich vereint. Dieses Gefährt gleitet nicht nur über das Wasser, der Name alleine reicht bereits aus um bei vielen Menschen die Fantasie zu beflügeln und Sie in wundervollen Tagträumen schweben zu lassen. Das Boot (nein, liebe LesrerInnen, nicht der Stahltank in dem Herbert Grönemeyer seine ersten – und besten – Schauspielkenntnisse unter Beweis stellen konnte) – das Boot (falls man es so nennen darf), dieser Name, ist spätestens seit den 50er Jahren Sinnbild für JetSet und la Dolce Vita: RIVA.

Als der 1922 geborene italienische Bootsbauer Carlo Riva im Jahre 1949 das erste von Ihm designte Boot, dessen Namenspatron er auch war, fertig stellte, konnte er sich sicherlich nicht vorstellen, dass er den Klassiker – den Rolls Royce des Meeres – entworfen und gebaut hatte. Das Design ist so atemberaubend schön und elegant, wie gleichzeitig schlicht. Natürlich wurden für den Bau der – von der Größe wirklich nicht üppigen – Riva-Boote nur die edelsten und hochwertigsten Materialien verwand: Der sportlich schlank auslaufende Bootskörper bestand klassischerweise aus fugenlosem Mahagoniholz, weiße Sessel, ein  weißes Steuerrad auf einem zeitlos-eleganten Armaturenbrett hinter der Panoramascheibe und natürlich viel Chrom. Ein Innenbordmotor, der ordentlich PS zum Wellen und Geräusche herstellen, durfte natürlich nicht fehlen. Von den 50ern bis in die späten 70er war das Riva-Boot praktisch eine „gesellschaftliche Pflichtveranstaltung“ für alle Stars und Sternchen jener Zeit, was natürlich ebenfalls zur Mythologie dieses Namens beitrug. Circa 4000 Exemplare wurden angefertigt und gut die Hälfte haben wohl noch heute „eine Handbreit Wasser unterm Kiel“.

In der Gegenwart gehört die Markenbezeichnung „Riva“ der italienischen Yachtwerft Ferretti, welche ebenfalls sehr schöne und sehr, sehr luxuriöse Wassergefährte konstruiert. Der Mythos aber ist das Original.

Falls Sie aufgrund wunderbarer Geschäftslage das nötige Kleingeld (in etwa 100.000 Euro) über haben, und Wert auf einen bemerkenswerten Auftritt á là Richard Burton, Gunter Sachs oder Brigitte Bardot legen, gleichzeitig echte Handwerkskunst und einmaliges Design zu schätzen wissen, und sich – rein zufällig die Gelegenheit bietet – greifen Sie zu und werden Sie Kapitän auf dem geräusch- und stilvoll schwimmenden Mythos einer Zeit des echten savoir vivre.

In diesem Sinne wünscht Ihnen die Redaktion: Mast und Schotbruch.

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