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18.03.2017 | Life Guide | Sein & Haben

Die 7 goldenen Regeln der kooperativen Kommunikation

Kommunikation dient dem Austausch von Informationen. Im beruflichen Umfeld scheint das häufig nicht zu klappen. Ein Großteil der Konflikte beruht auf Missverständnissen oder Missinterpretationen. Woran liegt das? „Erst eine kooperative Kommunikation erzeugt ein gemeinsames Dialogfeld, das diesen Austausch ermöglicht“, davon ist Kooperationsexpertin Ulrike Stahl überzeugt. „Unsere Kommunikation ist der beste Indikator dafür, wie kooperationsbereit und kooperationsfähig wir sind. Der Psychologe Robert Bacal mutmaßt, dies hänge mit dem Entwicklungsstadium zusammen, in dem wir Sprache erlernen. Babys und Kleinkinder entdecken sich zu dieser Zeit als eigenständiges Wesen, sind selbstzentriert und konzentrieren sich darauf, auszudrücken, was sie wollen und was sie nicht wollen.“ Wir lernen erst später, dass Zusammenleben andere Kommunikationsformen erfordert. „Und doch scheitern wir früher oder später, wenn Stress und Druck ins Spiel kommen“, so Ulrike Stahl. Für alle, die ihren kooperativen Kommunikationsstil ausbauen und unter Druck länger beibehalten möchten, empfiehlt Ulrike Stahl die wesentliche Reflexionsfrage „Bin ich noch im Dialog?“ (aus „Heikle Gespräche. Worauf es ankommt, wenn viel auf dem Spiel steht“ Linde Verlag 2012). Oder bewege ich mich einmal mehr auf dem Kleinkindniveau von „Das will ich eben!“ Die Fähigkeit der kooperativen Kommunikation fördert durch verbesserte Eigenwahrnehmung das Miteinander. Ob im Team oder als Führungsqualifikation – wer sich im Dialogfeld gekonnt bewegen kann, erzielt Siege, nicht gegen andere, sondern mit ihnen. Folgende sieben Regeln verhelfen zu einer kooperativen Kommunikation: 

 

  1. Achtsam und interessiert zuhören. Innehalten und kurz überdenken, was die andere Person gesagt hat und zwar vor dem Antworten.

  2. Benennen worüber man sprechen möchte und das Einverständnis einholen. „Ich möchte gerne über ... sprechen. Wann passt es Ihnen?“

  3. Sich klar und vollständig ausdrücken. „Ich-Botschaften“ verwenden.

  4. Beschwerden und Kritik in konkrete Bitten übersetzen und diese erklären. Präzise und handlungsorientierte Sprache verwenden. Statt „Ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit“ besser „Können Sie mir bitte regelmäßig Feedback zu meinen erledigten Aufgaben geben?“

  5. Offener und kreativer fragen. Ja/Nein-Fragen beschränken die Chancen auf einen echten Dialog.

  6. Mehr Wertschätzung ausdrücken. Ehrlich wahrnehmen und anerkennen, was funktioniert und was gut läuft. Das gibt dem Gespräch eine positive Perspektive.

  7. Kooperative Kommunikation täglich einsetzen. Darin besser zu werden und sie vor allem in Stresssituationen sicher durchzuhalten, braucht Zeit und Übung. Aber es lohnt sich!
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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.