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13.03.2012 | Life Guide | Sein & Haben

Detail[getreu] | Das Kleine im Großen

Nicht „ins“, sondern „ans“ Hemd machen, lautet die Devise in unserem Beitrag zum stilsicheren Auftritt. Oder um unser heutiges Thema anders zu überschreiben: „Etikette mit Manschette“.
Es ist ja hinlänglich bekannt, dass bei einem nahezu perfekten, gepflegten und eleganten Auftreten nur noch die gewissen Kleinigkeiten mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht werden müssen. Es gilt: Je gekonnter das ganze Bild, desto schwerer wiegen die kleinen, feinen Details. Die Manschetten-Krönung des Anzughemdes bildet da natürlich keine Ausnahme. Also, in medias res: Wann ist eine Manschette zum passenden Hemd die richtige Wahl? Wo kommt die Tradition der Manschettenknöpfe eigentlich her?? Und welches Design ist das richtige???


Wissen was man(n) trägt


Wenn man so möchte, verhält es sich mit der Geschichte der Manschette ähnlich wie die Evolutionsgeschichte vom Neandertaler zum modernen Menschen: Sie wurde über die Zeit schlicht dezenter.
Das genaue Datum der Entstehung ist dabei auch den Historikern nicht so ganz klar. Fakt ist, dass die Manschette um 17. Jahrhundert ziemlich en vogue – und ziemlich pompös – war. So waren Rüschenmanschetten und vor allem auch die Halsrüsche zu Beginn des 17. Jahrhunderts der berühmte „letzte Schrei“. Ölbilder und Portraits aus jener Zeit vermitteln davon einen guten Eindruck. Damals wie heute begleitet das Accessoire der Nimbus des Statusaufzeigens.
Zunächst mit Bändern fixiert, entwickelte sich schnell die Idee, die Manschette eleganter und unkomplizierter mit Metallknöpfen und Kette zu schließen. Die Goldgräberstimmung bei Goldschmieden nahm ihren Anfang: Individuell angefertigte Ketten und Manschetten aus Gold, Silber, mit Edelsteinen besetzt, aus Emaille und mit Miniatur-Portraits versehen, zeigten den gesellschaftlichen Status und den Wohlstand des Trägers an. Diese Form hielt sich in etwa bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Um 1890 entwickelte der US-Amerikaner George Kremnetz eine Maschine, die Manschetten aus rostfreiem Stahl in Serie produzieren konnte.  Die Erfindung des heutigen Klapp-Verschlusses trug natürlich ihr Übriges dazu bei. Höhepunkt der industriell angefertigten Manschettenknöpfe waren die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Danach wurde es etwas ruhiger um das Accessoire - Weg „vom Fenster“ – oder besser vom Hemd ist die Manschette deshalb aber überhaupt nicht.

En detail


Wie bereits oben erwähnt: Auf das ganze Paket inklusive Kleinigkeiten kommt es an. Daher sollte die komplette Garderobe)Krawatte, Schuhe, Gürtel, Anzug, Hemd – einfach alles) farblich und stilistisch mit den gewählten Manschetten korrespondieren. Extravaganz mit Besonderem und Schlichtheit mit Dezenz. Abgestimmt und angemessen sind die Zauberworte für einen gelungenen Auftritt. Wer nicht gerade zu den (vom gesamten Wesen her) extrovertierten Zeitgenossen gehört, sollte sich Understatement auf die Fahne schreiben. Bei Kundenbesuchen ist daher ein normales Hemd (ohne Manschettenknöpfe) sicherlich die sichere modische Variante. Ein gelungener Auftritt ist ein fragiles Gebilde und bei vielen Dingen (Anzug, Auto etc.) wird der schmale Grat zwischen dem sichtbaren Status des „Erfolgs“ und dem offenkundigen, unseriösen „Protzen“ zum Trampelpfad und torpediert die eigenen Pläne. Der Status der Kunden spielt hier natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle.
Zu feierlichen Gesellschaften (ob privat oder auch geschäftlich) kann man hingegen gut zu dem modischen Klassiker zurückkehren.
Wirt empfehlen nach eigenem Gusto Manschettenmodelle aus der 20er oder 50er Jahren, haben auch noch zwei Beispiele für Sie ausgesucht, die unserer Meinung nach, das Gleichgewicht zwischen schlichter Eleganz und subtiler Aufmerksamkeit halten können.

Design: Chopard

Bildquelle: darios.de

Design: Porsche

Bildquelle: pro-manschettenknoepfe.de

 

Design: Monblanc

Bildquelle: montblanc.de

 

 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.