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20.05.2014 | Life Guide | Sein & Haben

Der Zigarren Knigge: Einfach gut rauchen!

Im Restaurant, im Business Club oder zum Geschäftsabschluss- für den perfekten Genuß einer edlen Zigarre gilt es, gerade im Kreise bekennender Afficionados gewisse Feinheiten für vollendetes Rauchvergnügen zu beachten.

Richtig rauchen:
Landläufig spricht man vom Zigarrenrauchen oder Paffen. Allerdings wird der Zigarrenrauch im Unterschied zur Zigarette nicht inhaliert, sondern nur in die Mundhöhle aufgenommen. Um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen, ist neben aufwendiger Lagerung auch das richtige Anzünden und eine der Zigarre angepasste Ziehtechnik erforderlich.



Der Anschnitt:
Alle handgemachten Zigarren müssen an ihrem geschlossenen Ende, dem Kopf, geöffnet werden. Viele Kubaner und Spanier beissen den Kopf einfach auf. Davon kann man nur abraten, da die Gefahr, dabei das Deckblatt zu zerreissen, zu gross ist. Der Anschnitt der Zigarren  sollte sauber und gleichmässig sein, denn er ist Voraussetzung dafür, dass die Zigarre richtig zieht.

Zubehör: Es wird zwischen Zigarrenscheren und Zigarrenlocher (Zigarren Rundcutter) unterschieden, wobei letztere besonders für sehr flache Enden (bei Havannas) besser geeignet sind. Ein guter Anschnitt erzeugt ein Loch von 3/4 der Grösse des Zigarrendurchmessers und belässt das Deckblatt ansonsten unversehrt.
Für längere und dickere Formate empfiehlt sich das anschneiden der Zigarre durch einen Bohrer (Zigarren Rundcutter), mit dem ein kleines Loch in das Ende der Zigarre gebohrt wird. Vorteile sind, dass eventuelle störende Tabakpartikel nicht mit dem Ziehen aufgenommen werden; beim Anschneiden hingegen kommt es auch mit den besten Zigarrenscheren leider immer wieder zu Verletzungen des Deckblattes. Ferner verbessert sich das Zugverhalten der Zigarre. Man sollte niemals den ganzen Kopf oder sogar mehr entfernen, denn so ruiniert man das Deckblatt.



Bauchbinde:
Soll man sie vor dem Anzünden von der Zigarre entfernen? Entscheidet man sich dafür, die Bauchbinde zu entfernen, ist zu beachten, dass selbst ein geschmeidiges Deckblatt beim herunterziehen der Bauchbinde die Zigarre Schaden nehmen kann. Am besten die Bauchbinde immer dran lassen.



Anzünden:
Das Anzünden der Zigarre ist ein feierlicher Akt von höchster Bedeutung. 
Zum Anzünden einer Zigarre sollten keine Benzinfeuerzeuge oder schwefelhaltigen Streichhölzer verwendet werden, da diese den Geschmack der Zigarre nachteilig beeinflussen können. Man sollte entweder ein Gasfeuerzeug oder Streichhölzer benutzen. Das Fussende der Zigarre wird dabei nicht direkt in die Flamme gehalten, sondern langsam über der Flamme gedreht (getoastet), bis sich ein kleiner Aschering gebildet hat. Erst dann nimmt man den ersten Zug an der Zigarre

Genießen:
Beim rauchen der Zigarre darf nicht zu kräftig durchgezogen werden, weil die hierbei entstehenden zu hohen Temperaturen dem Aroma abträglich sind. Ferner sollte auch darauf geachtet werden, nicht zu häufig an der Zigarre zu ziehen, da der Rauch sonst zu heiss werden kann, was letztendlich zu Geschmackseinbussen führt. Das letzte Drittel der Zigarre dient als Filter und sollte nicht aufgeraucht werden. Gute Longfillerzigarren kann man auch bis zum letzten Viertel rauchen.

Wiederanzünden:
Eine Zigarre, die wir aus Unaufmerksamkeit haben ausgehen lassen, wieder zum Leben zu erwecken durch wiederanzünden der Zigarren  ist kein Problem. Allerdings sollte man das Zigarrenende mit Hilfe eines Streichholzes glätten, bevor man die Zigarre wiederanzündet.



Abaschen:
Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Vorurteil, das der Asche eine Verbesserung des Zigarrenbrands unterstelle, ist sie zu nichts nutze. Es ist angebracht, sie mit einer leichten Neigung und Drehung der Zigarre in den Aschenbecher zu befördern.



Ausmachen:
Die Zigarre wird nicht ausgedrückt, sondern in den Aschenbecher gelegt, wo sie von selbst ausgeht. Danach sollten Sie die Überreste der Zigarre bald entfernen, da diese nur einen unangenehmen und schalen Geruch verbreiten.

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.