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23.08.2012 | Nachrichten Navigator

Das sind die Bösen | Der SPIEGEL der Oberfläche

Nachdem sich zahlreiche Publikumsmedien anlässlich des Aufarbeitungsberichts zu den Verfehlungen einzelner, freier Finanzdienstleister der Ergo Gruppe hochgezogen hatten (Vertriebsnachrichten berichtete) wird nun auf den Hausbankern herumgehackt. Anhand eines wohl fiktiven Beispiels will man im Wirtschaftsressorts des „SPIEGEL“ nun die Verklausulierungen von Bankern dechiffriert haben - und übersetzt in albernem wie infantilem Mario Barth-Sprech Empfehlungen wie Die Konjunktur dreht - das Depot muss umstrukturiert werden!

Dies soll aus Sicht des Autors bedeuten: Deine Aktien schimmeln jetzt bereits seit einem Jahr vor sich hin. Mag sein, dass du damit Geld verdienst. Aber denk' doch einmal an deinen armen Vermögensberater! Der verdient schließlich nur etwas, wenn du long gehst. Oder short. Worin du investieren sollst? Egal. Hauptsache, es bewegt sich was.

Deutsch-Banker | Banker-Deutsch: Die plumpen wie anmaßend generalisierenden Aussagen mag so mancher Bildungsbürger mit einem müden Lächeln abkanzeln, Menschen, die sich mit Geldanlagen wenig oder gar nicht beschäftigen und auf eine adäquate Beratung angewiesen sind, dürften derartige Berichterstattungen in bester Boulevardmanier wohl mehr als verunsichern,  die Berater der Finanz- und Vorsorgebranche mal wieder als konzerngeführte Gierschlunde des Kapitals erscheinen lassen. Abschließend zur „kritischen“ Berichterstattung schlussfolgert der Autor den „Verrat am Kunden“ und wer sich in die Fänge dieser Leute begebe, trage zumindest eine Mitschuld.

Statt konstruktiver Lösungsansätze fabuliert der Autor nebulös, dass gute Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater ihren Preis hätten, nur der „Vermögensfuzzi von der Bank“, seine Dienste umsonst offeriere. Dass einige Banken wie etwa die Quirin Bank bereits Konzepte zur Honorarberatung realisiert haben, scheint dem Autor wohl entgangen zu sein - wenn nicht gar aus publizistisch-taktischen Gründen auf die Vorhaltung dedizierter Information bewusst verzichtet wurde. So wenden wir gerne das vernichtende Fazit des Autors auf den Erkenntnisgehalt seines Artikels an und stellen für die Leserschaft des SPIEGEL-Artikels fest: „Und deshalb sollte jedem klar sein, dass er bekommt, was er bezahlt hat: Im Normalfall nämlich nichts“

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