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31.01.2012 | Life Guide | Sein & Haben

Champagne Campaign (Teil 3) | Friendly Feier – mit Stil

Eine weitere, prickelnde Runde unserer kleinen Serie zum legendären Perlengetränk für feierliche, gehobene Momente – oder vielleicht bei manchen auch täglichen Begleiter (wohl dem, der das behaupten darf). Es kommt ja nicht nur auf die Größe an, auch die kleinen feinen Details verdienen mehr als nur einen Erwähnung, um das Bild der stilsicheren Perfektion zu komplettieren. Der echte Kenner ist nicht nur bibelfest in Sachen Größenbezeichnung des Luxuswässerchens, er weiß auch um die notwendigen, historischen und besonderen Merkmale des Schaumweins,  dessen Accessoires und der Flasche an sich. Hier nun eine kleine, kurze Extra-Kunde zum Abschluss unserer kleinen Serie über den Schampus. 

Kühler Kübel:

Wie man ihn bettet, so schmeckt er. Bei der Wahl des richtigen Kübels (oder im Volksmund auch gerne als „Sektkühler“ bezeichnet), geht es vor allen Dingen um die Wirkung und Funktion – weniger um das Design. Zwar stellen silberne Kühlkübel einen gewissen Augenreiz dar, wichtig in erster Linie sind aber die inneren Werte.

So sollte der Kübel in jedem Fall ausreichend Volumen für die Flasche bieten. Mindestens 50 bis 70 Prozent der gesamten Flasche sollten von dem Eiswasser bedeckt werden. Nur so erhält man die optimale Kühltemperatur. Die Mischung aus Eis und Wasser sollte dementsprechend auch mindestens 50 zu 50 betragen. Bereits der Schriftsteller Orson Welles wusste, dass es nur drei Dinge im Leben gibt, die unerträglich sind: Kalter Kaffee, lauwarmer Champagner und eine überreizte Frau. Auch dem Champagner-Kühler sollte in diesem Sinne Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Servieren. Sehr wohl mit Serviette:

Eine Serviette ist Pflichtprogramm. Eine weiße aus Stoff gefertigte Serviette dient nicht nur zum Abtrocknen des Flaschenhalses, sondern ist auch beim Kredenzen ein absolutes Muss. Dass es sich dabei nicht um ein 2-lagiges Tempo handeln sollte, dürfte jedem eigentlich klar sein. Edel, verpflichtet halt.

Eingeschenkt – Die Eröffnung:

Wenn es knallt- dann hackts wohl. Der große Effekt, der sich bei einer lautstarken Eröffnung der Flasche mit Knalleffekt einstellt, ist keinesfalls Bewunderung. Verwunderung stellt sich da schon eher ein. Nicht nur, dass das wortwörtlich ins Auge gehen kann: Auch für den Genuss, sowohl in geschmacklicher Hinsicht, wie auch hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Menge, ist das Knallchargengebahren eher unangebracht. Der stille Genießer... Sie wissen schon. Daher die eindringliche Bitte: gehen Sie es ruhig an (es sein denn, Sie haben gerade als erster die schwarzweiße Flagge nach 52 Runden erblickt – dann ab die Post und Prost!)

Eingeschenkt – die Fortsetzung

Der Daumen der rechten Hand gehört in die - der Champagnerflasche eigenen - Mulde (auch Bodeneinzug) an der Flaschenunterseite. Die übrigen Finger entsprechend an die untere Außenseite. Auf die linke Hand wird der obere Flachenhals nun einfach abgelegt – Reminder: Serviette!).

Bei den „dicken Kannen“ (Jeroboam etc.), sollte der Flaschenboden in den rechten Ellbogenwinkel gestemmt werden (mutet ein wenig wie ein Maschinengehwehr an, ist aber für stilsicheres, korrektes und überhaupt mögliches Einschenken unabdingbar).

Eingeschenkt – der Schluss

Zunächst und zuerst: Die Öffnung (also die faktische des Flaschenhalses) ist trotz unterschiedlicher Anmutung bei allen Champagnerflaschen in etwa gleich – nur die Glassschicht fällt natürlich bei der Nebukadnezar ein wenig dicker aus, als bei der Imperial). Nichtsdestotrotz wird das unfallfreie Einschenken bei Zunahme von Gewicht und Größe nicht wirklich einfacher. Dennoch ist und bleibt die Idee des „korrekten Gusses“ die gleiche:

  1. NIE den Glasrand mit der Flaschenöffnung berühren
  2. Etappensieg: Champagner wird grundsätzlich nicht in einem Schwung in das Glas verfrachtet (klappt auch nicht), sondern immer in 2 bis 3 Etappen nachgefüllt.

Durchblick: Das Glas

Dass die Gläser, die mit der edlen Füllung veredelt werden immer pieksauber sein sollten, versteht sich von allein. Dass zum galanten Kredenzen des Schaumweins auch keine ausgewaschenen Senfgläser Verwendung finden ebenso. 3 Glasvarianten stehen hier zur Disposition, alle mit ihrem eigenen Für und Wider:

  1. Die Champagnerschale - Coupe (auch Tazza)

Vorteil: Die Anmutung der flachen Schale ist legendär. Mit der Schale in der Hand fühlt man sich immer, wie auf einem Fest des großen Gatsbys. Der Vorteil: Absolut und als einzige, echte Glasform pyramidentauglich.

Der Nachteil: Der Champagner erwärmt sich unvorteilhaft in der warmen Handfläche, das Bouquet kann aufgrund der weiten Glasöffnung nicht genossen werden, das Perlenspiel ist meistens absolut unspektakulär.

  1. Die Flöte – (auch Flûte)

Vorteil: Kennt jeder. Das Perlenspiel und das Bouquet kommen sehr gut zu Geltung.

Nachteil. Kennt jeder. Irgendwie auch ein wenig profan, die „Sektflöte“ für den Champagner

  1. Die Tulpe

Uneingeschränkt zu empfehlen – außer zum Pyramiden bauen natürlich.

Aller kristallklar. Nächste Woche folgt dann der letzte Teil der „Champagne Campaign“. Dann geht es der Flasche nicht nur einzig an den Hals, sondern bei besagter Flasche completamente ums Ganze. So long!

 

 

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Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.