Der Autor

Weitere Artikel des Autors

Das Branchenbarometer 2017

Hin und weg | Würden Sie in die Ausschließlichkeit wechseln?

20.12.2011 | Life Guide | Sein & Haben

Champagne Campaign (Teil 1) | Mehr als Standard

Er gilt als das feierlichste und feinste Getränk unter der Sonne. Kein Anlass von wirklicher Tragweite kommt ohne zumindest ein Glas des edlen Schaumweins aus den Keltereien des strikt festgelegten Anbaugebietes mitsamt ebenso spezifisch angegebenem Regelkanon zur Herstellung aus. Der gemeine Sekt hin oder her – der wirkliche edle Klassiker zu Festlichkeiten der von savoir vivre, Stil, Geschmack und auch einer gewissen Fülle des Geldbeutels zeugt, ist und bleibt der Champagner. Da die Festlichkeiten zu Ende des alten und zu Beginn des neuen Jahres sich regelrecht die Klinke in die Hand geben, wollen wir die Gelegenheit nutzen Ihnen einige vielleicht nicht ganz so bekannte Fakten und Hintergründe zu dem beliebtesten und wohl auch teuersten und edelsten Prickelvergnügen zu kredenzen.

Auf die Größe kommt es an

Man könnte meinen, dass die Größe der Flasche eher etwas mit dem Ego des ordernden Gastes zu tun hat, als mit qualitativen Merkmalen. Zugegeben: Wer in einem Restaurant mal schön einen Nebukadnezar-Falsche Champagner à 15 fluffige Liter rauslässt, darf sich einer gewissen Aufmerksamkeit ziemlich sicher sein. Aber auch die Qualität spielt eine Rolle: Je kleiner der Raum unterhalb des Korkens im Verhältnis zum Gesamtvolumen der Flüssigkeit, desto besser die Qualität samt Haltbarkeit. Die „Großen“ können daher auch mal länger als die eigentlichen 5 bis 10 Jahre gelagert werden. An dieser Stelle wollen wir hier ein paar Zahlen, Fakten und Hintergründe zu den verschiedenen Größen und Bezeichnungen der einzelnen Flaschengrößen des Champagners entkorken:

  • Piccolo (auch Pikkolo oder Quart): Die Kleine. Eine Viertelweinflasche mit einem Inhalt von 0,2 Litern. Um 1900 wurde diese Champagnerflaschengröße mit Inhalt von Drogisten in Hospitälern und Apotheken verkauft. Auszubildende Kellner wurden in den 1930ern ebenfalls gerne als Piccolo bezeichnet. Heute wird Pikkolo immer noch gerne mit der Sektkellerei Henkel in Verbindung gebracht, die sich den Namen vor ewiger Zeit hat schützen lassen. Der Pikkolo ist als Sekt heute zudem gerne als Mitbringesel von Damengrüppchen auf Zug- und Busreisen, oder in Form von Champagner eher als eine Geste, die von gutem Willen, aber ein wenig Ebbe im Portemonnaie zeugt, beliebt.
  • Demi (auch Fillette):  Die Halbe. In diesen Flaschen befinden 0,375 Liter Champagner. Klingt zunächst eher wie etwas für Unentschlossene, als kleine, feine Beigabe zum Picknick mit der Liebsten ist diese Größe vor allem im Loiretal sehr beliebt.
  • Imperial: Der Standard. Die 0,75 Literflasche, die daher in den Regalen des Connaisseurs und Händlers mit der Größenangabe 1/1-Flasche zu finden ist, stellt die bekannteste und beliebteste Flaschengröße dar. Wer sie noch nicht verköstigt haben sollte: Chance nutzen und auf unsere Rubrik News Spezial klicken.
  • Magnum: Die Doppelte. 1,5 Liter purer Genuss. Kenner schwören auf diese Größe, da wie bereits erwähnt die Qualität und Haltbarkeit des Champagners hier exzellent ist. Nun ja, und Champagnerkenner, oder solchem die sich für ebendiese halten, besitzen meist auch das nötige Kleingeld sich für eine Magnumgröße zu entscheiden.
  • Jeroboam (auch Doppelmagnum): Die Überleitung. Diese Größe entspricht folgerichtig 3 Litern, also 4 Standardflaschen Imperial. Ein echter Humpen, der gewöhnlich dennoch in den heimischen Kühlschrank passt. Aufgrund der Namensgebung stellt diese Flasche auch die Überleitung für unseren zweiten Teil dar. Der Name ist aus dem Alten Testament entledigt und gehört dem ersten israelischen Königs des Nordreichs, der zwar nicht DAS berühmte umtanzte goldene Kalb als Synonym für Macht und Reichtum darstellt, aber als Vorreiter dieses Verstoßes gegen das erste Gebot gelten darf. Zumal: Es waren gleich zwei goldene Paarhufer an der Zahl. Nebenbei: Wer in der Formel-1 gewinnt, bekommt sie ebenfalls zur inneren und äußeren Anwendung. Dass dies in jüngster Vergangenheit ausgerechnet dem Team von Red Bull (!) gelang, ist natürlich keine göttliche Fügung, sondern purer Zufall. Wahrscheinlich.

Der Tanz zumindest geht mit Sicherheit in der nächsten Ausgabe weiter – in biblischen Ausmaßen. Wer glaubt das die 3-Literpulle schon das Ende des großartigen Größenwahns in Sachen Champagner darstellt: Dranbleiben.

 

 

 

 

<- Zurück zu: Vertriebsnachrichten

Multimedia

Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.