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07.06.2011 | Nachrichten Navigator

Beratungsrealität | Zwischen Wille und Wirklichkeit

Eine groß angelegte Umfrage von Bankberatern, die auf dem Finance Forum Germany in Wiesbaden vorgestellt werden wird, sollte die gesamte Branche der Finanzdienstleister und Makler interessieren. Bei der von dem Private Finance Institute (PFI) der ESB Business Scholl durchgeführten Erhebung wurden 1400 Bankangestellte hinsichtlich ihres Wissens zu den regulatorischen Veränderungen bei der Anlageberatung befragt.

Als Ergebnis kann ein deutlicher Unterschied zwischen dem Willen zur umfassenden Information und der tatsächlichen, genauen Kenntnis der Reformen im Zuge des Verbraucherschutzes konstatiert werden.

So gaben über 70 Prozent der Befragten an, dass sie sich sehr stark für dieses Thema interessieren. Knapp ein Viertel hat nach eigenen Angaben ein mäßiges Interesse an den bisherigen und zukünftigen Neuerungen hinsichtlich Verbraucherschutz, Protokollpflicht, etc. und den damit verbundenen gesetzlichen Regelungen.

Die Diskrepanz zwischen Interesse und tatsächlicher Anwendung der Reformen wurde bei der Frage nach einzelnen, detaillierten gesetzlichen Änderungen und Neuerungen dennoch sehr deutlich. Bezüglich des Anleger-schutz- und Funktionsverbesserungsgesetztes gab die Hälfte der Befragten an, dass sie sich ungenügend informiert fühlten. 25 Prozent gaben an, dass sie sich gut bis sehr gut informiert fühlten. Das in der Branche kontrovers diskutierten Beraterregisters bei der BaFin bewerten immerhin noch 30 Prozent der Befragungsteilnehmer als gut.

Als Quintessenz wäre daher eine schnellere und qualitativ bessere Informationspolitik innerhalb der Branche, die sich dezidiert mit den regulatorischen Veränderung und deren konkrete Folgen für die einzelnen Berater zu wünschen. Dazu würden nach Ansicht der Befragten Schulungen. Konsequente Aktualisierung von Beratungsprozessen und Compliance-Maßnahmen gehören.

Die Prioritäten sind weiterhin sehr klar und logisch:

Maximaler Gewinn bei minimalem Risiko ist nicht ausschließlich die Prämisse potentieller Kunden - sondern universell, auch für Bank- und freie Berater.

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