23.08.2016 | News spezial

Aktien(fonds) | Time statt Timing! Wie Sie Ihren Kunden die Angst vor dem falschen Einstiegszeitpunkt nehmen!

Möglicherweise sehen Sie Aktien(fonds) auch und gerade unter langfristigen Renditegesichtspunkten als einen wichtigen Bestandteil einer guten Vermögensallokation für Ihre Kunden an.

Wenn ja, werden Sie seitens Ihrer Kunden wohl mehr oder weniger häufig (neben den insbesondere in Deutschland immer noch weit verbreiteten generellen Vorbehalten gegenüber Aktieninvestments) mit der Sorge konfrontiert werden, den falschen Einstiegszeitpunkt zu erwischen.

Diese verständliche Sorge kann selbst diejenigen Ihrer Kunden bezüglich einer entsprechenden Investition zögern lassen, die ihre Anlagestrukturen aufgrund der Paradigmenwechsel an den Kapitalmärkten der letzten Jahre anpassen möchten und deshalb grundsätzlich bereit sind (stärker) in Aktien(fonds) zu investieren.

Auch wenn völlig klar ist, dass es (bei jedweden Kapitalanlagen) so etwas wie "echte Sicherheit" nicht geben kann und Entwicklungen der Vergangenheit keine Gewähr für die Zukunft sein können, sind die nachfolgenden Betrachtungen für Ihre Kunden und Sie möglicherweise hilfreich für solche Entscheidungen.

Grundsätzlich würde sicher jeder Aktien(fonds)-Investor gerne zum tiefsten Punkt ein- und zum höchsten Punkt aussteigen. In meiner 25jährigen Beratungspraxis jedoch ist mir niemand begegnet, dem dies (mehr als einmal und dann nicht zufällig) gelungen wäre.

Und das ist auch kein Problem, kommt es doch bei Aktien(fonds)-Investments neben der Qualität der Titel vor allen Dingen auf "Time" statt auf "Timing" an. Also kommt es vielmehr darauf an, dauerhaft in der Zeit investiert zu sein, als zu versuchen, den einen richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Eine aktuelle Studie des Fondsanbieters Fidelity zeigt dies deutlich. Um nur ein Beispiel hervorzuheben: Wer mit Einführung des Euros genau € 1.000,00 in den europäischen Aktienmarkt (MSCI Europe) investierte, hätte am 31.05.16 daraus € 1.992,00 gemacht, also sein Kapital fast verdoppelt (bei Top-Aktienfonds hätte das Ergebnis noch einmal deutlich besser ausgesehen).

Doch: Wer auch nur die besten 10 Tage dieser fast siebzehneinhalb Jahre (also dieser über 6300 Tage!) verpasst hätte, weil er eben NICHT investiert war - hätte sein Kapital gerade einmal erhalten (mit € 1.023 um genau zu sein). Und wer sogar an den besten 40 Tagen nicht investiert gewesen wäre, hätte nicht nur nichts gewonnen sondern gut zwei Drittel seines Kapitals verloren (Endstand: € 324,00, Quelle).

Daher erscheint es sinnvoll, durch alle Marktzyklen hindurch voll investiert zu sein. Denn diese 10, 20, 30 oder 40 ganz besonderen Börsentage kündigten sich verständlicherweise nicht vorher an. Die mit der "Vollinvestition" verbundenen Schwankungen muss der Anleger somit für den dafür vorgesehenen Betrag als völlig selbstverständlich in Kauf nehmen - gewissermaßen als Preis für den langfristigen Mehrertrag gegenüber anderen Anlageklassen, sonst ist er für eine Aktien(fonds)-Anlage einfach nicht geeignet (eine Variante zur Strukturierung potentiell risikoärmerer Wertpapierdepots habe ich abgesehen davon bereits hier erläutert.

Mit einigen weiteren langfristigen Zahlenbeispielen möchte ich mein heutiges Thema mit Blick auf "Time statt Timing" abrunden:

* gemessen am Welt-Aktienindex (MSCI World) gab es von 1980 an betrachtet 27 vollständige 10-Jahreszeiträume (1980-1990, 1981-1991, 1982-1992 etc.) - 23 dieser 10-Jahreszeiträume haben ein positives, nur 4 davon ein negatives Ergebis erzielt (Quelle)

* Allianz Global Investors errechnete: wer 1946 genau 100 Mark in den (damals noch nicht existierenden) CDAX investiert hätte, würde 2016 über 27.000 Mark verfügen können (= 8,39% Rendite pro Jahr) (Quelle)

* aus einer Studie über 215 Jahre des US-Kapitalmarkts (von 1801 bis 2016), ebenfalls von AGI: jeder 30-Jahreszeitraum mit Aktieninvestitionen führte zu einem positiven Wertzuwachs inklusive Inflation. Zudem, Zitat: "Definiere ein Anleger Sicherheit nicht als Abwesenheit von Kursschwankungen, sondern als Kaufkrafterhalt, waren Aktien also sogar sicherer als Anleihen. Das gelte zumindest für einen Zeitraum über zehn Jahre oder mehr: "Bei der Analyse der zehnjährigen rollierenden Durchschnittsrenditen im Zeitraum der letzten 215 Jahre waren die negativen Ausreißer für Aktien im Vergleich mit kurz- und langlaufenden Staatsanleihen sogar geringer." (Quelle)

Mit der nötigen Zeit und Risikobereitschaft also konnten zumindest in der Vergangenheit auch ohne jedes hellseherische "Timing-Talent" attraktive Renditen am Aktienmarkt erzielt werden. Mit einer (unabhängigen) Auswahl der "richtigen" Aktien(fonds) ließen sich diese zudem nochmals verbessern.


Meint Ihr Jens Kregeloh


Die schutzinvest® GmbH & Co. KG ist im Rahmen der Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1a Kreditwesengesetz (KWG) und der Anlagevermittlung gem. § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG als vertraglich gebundener Vermittler gem. § 2 Abs. 10 KWG ausschließlich im Namen, für Rechnung und unter Haftung der FiNet Asset Management AG tätig.

<- Zurück zu: Vertriebsnachrichten

Multimedia

Autoren auf Vertriebsnachrichten. Finanzberater, Coaches, Trainer und interessante Menschen.